Der Modefotograf Albert Watson zog mit einem mobilen Fotostudio durch den westafrikanischen Kleinstaat Benin. Seine außergewöhnlichen Aufnahmen sind jetzt in Hamburg zu sehen. Sie entstanden im Dezember 2011 und zeigen hiesige Kleinbauern. Diese sind Teil der Initiative „Cotton made in Africa“ der „Aid by Trade Foundation“, die Hilfe zur Selbsthilfe durch Handel leistet. Die Stiftung wurde 2005 gegründet und weitete ihren Einsatz zunehmend auch auf Burkina Faso, Sambia, die Elfenbeinküste, Malawi und Mosambik aus. Ziele sind einerseits, die Ausbeutung der Baumwollarbeiter zu unterbinden und andererseits nachhaltige Anbaumethoden zu fördern.
Neben den Baumwollfeldern, auf denen die Ernte im vollem Gange war, besuchte der Fotograf auch traditionelle Märkte und einen der regionalen Könige, um möglichst breitgefächerte Eindrücke vom Leben der Menschen zu erhalten. Ergänzt werden sie von Aufnahmen, die splitterartig Details aus dem Alltag der Menschen einfangen.
Die Ausstellung „Visionen feat. Cotton made in Africa“ im Haus der Photographie in den Deichtorhallen Hamburg bringt das Gesamtwerk von Albert Watson näher. Sie besteht aus zwei Teilen: Herzstück sind 36 großformatige Fotografien von seiner Reise durch Benin. Zusätzlich werden in mehreren Räumen rund 350 frühe Aufnahmen gezeigt.
Link: www.deichtorhallen.de
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