Die Allmacht der Bilder beweisen Terroristen, die heute nur töten, um Fotos für die Massenmedien zu erzeugen. Im Buch untersuchen Wissenschaftler, wie es dazu kommen konnte und welche Breitenwirkung die Pop- und Schockikonen haben. Sie beginnen mit Kaiser Wilhelm II., der Fotos offensiv zur Selbstinszenierung nutzte. Am Ende stehen Bilder des Tsunamis von 2004 und des gefolterten Kapuzenmanns in Abu Ghraib. In teutonischer Schwere werden manche Fotos weitschweifig beschrieben, nur um dann zu offenbaren, dass Madonna ein postfeministisches Vorbild sei. Doch sind die Fazits oft treffend und die Informationsfülle ist äußerst reichhaltig, was das Buch sehr empfehlenswert macht.
Gerhard Paul (Hrsg.): Bilder, die Geschichte schrieben. Vandenhoeck & Ruprecht 2011, Softcover, 295 Seiten, ISBN 978 3 525 30024 4, Preis: 9,95 Euro
Link: www.v-r.de
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