Larry Fink porträtiert Hollywood-Stars auf ihren Partys so, als würden sie noch immer auf der Leinwand agieren. Hier werden verstohlene Blicke ausgetauscht und Intrigen geschmiedet, während drumherum die Hofschranzen schwirren. Es erstaunt fast, dass Fink noch immer ein gern gesehener Gast ist, wenn er etwa Warren Beatty wie einen etwas unterbelichteten Mafiosi festhält. Doch sollen die Fotos in „The Vanities“ ("Die Nichtigkeiten") keinesfalls demaskieren, tatsächlich sind die Stars oft nicht einmal zu identifizieren. Vielmehr schafft es Fink, sie gewissermaßen zuerst nackt auszuziehen, um ihnen dann eine neue Rolle auf den Leib zu schneidern. In seinen Schnappschüssen vergibt er zwar keine großen Rollen, sondern nur kleine Gesten, Rituale und Nuancen. Aber in seinem Blitzlicht erscheint alles außergewöhnlich.
Larry Fink: The Vanities. Schirmer/Mosel 2011, 138 Seiten. Hardcover, ISBN 978 3 8296 0526 7, Preis: 49,80 Euro
Link: www.schirmer-mosel.com
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