August Sander (1876 bis 1964) wollte in dem Mammutwerk typische Gesichter seiner Zeit festhalten. Das anfangs auf 600 Bilder angelegte Werk blieb aber unvollendet. Es wäre von Anfang an gescheitert, wenn er die Menschen klassifiziert hätte, wie es Polizeiakten oder Schädelvermesser vorgemacht haben. Stattdessen schaffte er das Kunststück, ein Motiv zugleich scharfsinnig und einfühlsam abzulichten. In seine Ordnung gehörten daher neben Bauern auch Verfolgte, Fremdarbeiter und Tote.
Das Werk wird seit 1980 regelmäßig vom Verlag Schirmer/Mosel aufgelegt. Die ursprünglich sieben Bände sind jetzt in einem einzigen vereint.
August Sander: Menschen des 20 Jahrhunderts. Schirmer/Mosel 2010, Hardcover, 808 Seiten, ISBN 978 3 8296 0500 7, Preis: 98 Euro
Link: www.schirmer-mosel.de


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