Karl Blossfeldt (1865 bis 1932) fotografierte Pflanzen als Anschauungsmaterial. Anhand dieser „Urformen der Kunst“, so der Titel eines seiner Bildbände, lehrte er ornamentale Gestaltung. Mithilfe einer Plattenkamera nahm er Blüten und Blätter mit bis zu 45-facher Vergrößerung auf. Leider beeindrucken die kleinformatigen Reproduktionen in „Die Arbeitscollagen“ nicht so wie die ganzseitigen Bildtafeln der Originalbücher. Allerdings zielt die neue Publikation nicht darauf ab, als Prunkstück im Regal zu stehen. Vielmehr macht sie anhand von Erläuterungen und Kontaktabzügen den Arbeitsprozess sichtbar. Tatsächlich dient sie als Lehrstück für jeden Naturfotografen, wie Blossfeldt den Wildwuchs zunehmend abstrahierte. Dabei zückte er durchaus Schere und Skalpell, um wie aus Metall gegossene Skulpturen zu erschaffen.
Karl Blossfeld: Die Arbeitscollagen. Schirmer/Mosel 2012, Hardcover, 63 Seiten, ISBN 978 3 8296 0568 7, Preis: 29,80 Euro
Link: www.schirmer-mosel.com
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