Olympus hat in seinem abgelaufenen Geschäftsjahr dem scharfen Wettbewerb auf dem Markt für Digital-Kameras Tribut zollen müssen: Wie das Unternehmen bekannt gab, wurde im gesamten Jahr ein Nettoverlust von 11,8 Mrd. Yen (87 Mio. Euro) eingefahren. Im Vorjahr hatte das Unternehmen noch ein Plus von 33,6 Mrd. Yen (248 Mio. Euro) in den Büchern stehen. Der Umsatz stieg im Berichtszeitraum um 28 Prozent auf 813,5 Mrd. Yen (sechs Mrd. Euro) an.
Der japanische Konzern hat in seinem Geschäftsjahr vor allem unter dem Preisverfall bei Digital-Kameras gelitten. Dadurch und wegen allgemein gestiegener Kosten ging der operative Gewinn um 63 Prozent auf 23,2 Mrd. Yen (171 Mio. Euro) zurück. In der Abteilung "Image", einem von zwei wesentlichen Standbeinen des Unternehmens, fiel der Umsatz um 6,4 Prozent auf 278 Mrd. Yen (zwei Mrd. Euro). Dabei wurde mit Digital-Kameras und ähnlichen Produkten ein operatives Minus von 23,9 Mrd. Yen (176 Mio. Euro) eingefahren.
Neben dem wenig profitablen Digicam-Geschäft waren für das Unternehmen schlechtere Wechselkursrelationen, höhere Zinsraten sowie Restrukturierungskosten für den Nettoverlust verantwortlich. Dieser konnte auch nicht von den Ergebnissen im Bereich Medizinausrüstung, dem zweiten großen Standbein von Olympus, ausgeglichen werden.
Eine der Hauptmaßnahmen auf dem Rückweg zur Profitabilität ist die Entlassung von 4.000 Mitarbeitern rund um den Globus. Das entspricht etwa 30 Prozent der weltweiten Belegschaft. Die meisten Entlassungen sollen die beiden Kamerafabriken in China treffen.
Link: www.olympus.de


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