Digitale SLR-Kameras mit APS-C-Sensor haben aufgrund des kleineren Aufnahmeformates gegenüber Kleinbild einen Crop-Faktor von 1,4 bis 1,6. Dies wurde bisher allerdings nicht auf die Berechnung von Makroobjektiven angewendet, denn die blieben nach wie vor bei der Standardbrennweite für Kleinbild bei 50mm. Wohlgemerkt bisher, denn mit dem AT-X M35 PRO DX präsentiert Tokina das nach eigenen Angaben weltweit erste Makroobjektiv mit Standardbrennweite für APS-C. 9 Linsen in 8 Gruppen garantieren laut Hersteller eine gute stufenlose Schärfeleistung von unendlich bis zum Maßstab 1:1. Mit seiner maximalen Blende 2,8. Aufgrund der kurzen Brennweite konnten Länge (ca. 60 mm) und Gewicht (340 g) klein gehalten werden. Wie die anderen Tokina-AT-X-Objektive bietet auch das AT-X M35 PRO DX eine schnelle Umschaltmöglichkeit zwischen Autofokus und manuellem Scharfstellen. Durch ein geringfügiges Verschieben des Fokussierrings kann in sekundenbruchteilen zwischen AF oder manueller Fokussierung gewechselt werden - ohne dass erst irgendein Schiebeschalter am Objektiv zu betätigen ist. Gerade im Makrobereich ist wegen der dort sehr beschränkten Schärfentiefe manuelles Scharfstellen oft dem Autofokus vorzuziehen.
Da sich bei allen Objektiven mit wachsendem Abbildungsmaßstab die Bildhelligkeit reduziert und bei Makroobjektiven mit erzielbaren Maßstäben weit über 1:10 (hier sogar 1:1) für die Belichtung relevante Abweichungen der effektiven von der nominellen Blende ergeben, muss bei externer Be¬lichtungsmessung ein Verlängerungsfaktor berücksichtigt werden. Bei der üblichen TTL-Belichtungsmessung geschieht das aber automatisch, so dass der Fotograf in diesem Falle nicht korrigierend eingreifen muss. Nikon-SLR-Digitalkameras zeigen sogar die effektive Blende im Sucher an (z.B. Blende 4,5 statt 2,8 bei 0,14 m Entfernung).
Ebenfalls neu im Tokina-Sortiment: das lichtstarke Superweitwinkelzoom AT-X 116 PRO DX. Blende 2,8 und ein Zoombereich von 11 bis 16 Millimeter sind die Eckdaten. Pate stand das AT-X 124 PRO DX und so ist es auch kein Wunder das sich beide Objektive zumindest äußerlich sehr ähneln – Objektive beide sind in Länge (89,2 mm), Durchmesser (84 mm) und Gewicht (560 g) beinahe identisch. Im Inneren kommen im dem Superweitwinkelzoom 13 Linsen in elf Gruppen zum Einsatz. Die bis 30 cm reichende Naheinstellung ermöglicht Abbildungsmaßstäbe bis 1:11,6.
Das Tokina AT-X M35 PRO DX und das Tokina AT-X 116 PRO DX werden mit Bajonettfassung für Canon-EOS- und für Nikon-AF-Kameras mit APS-C-Sensor erhältlich sein. Bei der Nikon D40 ist kein Autofokusbetrieb möglich, sondern muss manuell scharf gestellt werden. Die an den maximalen Bildwinkel angepasste jeweiligen Streulichtblenden MH-522 gehört zum Lieferumfang. Der Preis für das AT-X M35 PRO DX wird um die 440 Euro betragen, das AT-X 116 PRO DX kostet vorraussichtlich um die 575 Euro.
Link: www.hapa-team.de


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