In verstaubten Kartons warteten Meisterwerke darauf, dass jemand sie ans Tageslicht holt. Vivian Maier, ein unbekanntes amerikanische Kindermädchen, hielt sie zeitlebens verborgen. Erst 2009 wurden ihre Fotos zufällig aus dem Dornröschenschlaf gerissen und alsbald mit dem Œuvre eines Henri Cartier-Bresson verglichen. Die Hamburger Galerie Hilaneh von Kories präsentiert sie bis 28. April 2011 unter dem Titel eines Kinderlieds, „Twinkle, twinkle, little star ...“.
Jede ihrer freien Minuten zog das Kindermädchen durch die Straßen Chicagos, nur begleitet von ihrer Rolleiflex-Mittelformatkamera. Im Laufe der Jahre entstanden mehr als 120.000 Bilder. Maier bewies nicht nur ein hervorragendes Gespür für den richtigen Moment, sondern auch für die Gestaltung. Arbeiter standen still für ein Porträt, Gebäude setzte sie streng aus Licht und Schatten zusammen, und einen zusammengekrümmten Obdachlosen kreiste sie in seinem Schmerz ein.
Die Bilder kamen erst 2007 bei einer Auktion ans Tageslicht, bei der die Inhalte eines Mietlagers versteigert wurden. Der junger Makler John Maloof erkannte beim Sichten, dass er keine gewöhnlichen Schnappschüsse vor sich hatte, doch konnte er die Autorin erst 2009 ausfindig machen – einige Wochen nach deren Tod.
Link: www.galeriehilanehvonkories.de


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Hallo Dieter,herzlichen Dank für Deinen sehr ausführlichen Tipp. So schnell hätte ich gar nicht mit einer Antwort gerechnet, super. D ...

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