Erstellt von FOTO HITS-Redaktion
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Verrücktes Leben

Gregory Bojorquez dokumentierte Subkulturen in Los Angeles

Am 9. Juni 2022 eröffnete die Kölner Galerie Bene Taschen eine neue Einzelausstellung von Gregory Bojorquez. Der Amerikaner begann in den 1990er-Jahren das Leben in East Los Angeles zu fotografieren, wo er 1972 geboren wurde. Rasch wurde er durch seine Aufnahmen der verschiedenen Subkulturen etwa der Skaters und Auto-Schrauber oder auch Gangs bekannt. Die Ausstellung „Hang Time“ (übersetzt etwa: Schwebezustand) zeigt seine Freunde und Nachbarn, die „la vida loca“, das verrückte Leben, leben und dieses unter anderem mit ihren Tattoos, ihrer Kleidung und durch ihre Graffitis zum Ausdruck bringen.

Das multikulturelle East L. A., geprägt von Freude, Gewalt und Tod, entwickelte sich damals zu einem Viertel mit einer hohen Kriminalitätsrate und ließ zahlreiche Parallelgesellschaften entstehen. Bojorquez´ Arbeiten spiegeln auf faszinierende Weise die komplexen Facetten dieses Stadtteils wider. Als Dokumentarist nutzt er diese persönlichen Berührungspunkte in seiner Nachbarschaft und fotografiert eine in sich geschlossene Welt, in der Loyalität und Verbundenheit eine große Rolle spielen. Mit seiner Analogkamera hält er darüber hinaus die Lebensrealitäten von Menschen, die aufgrund ihres sozialen Umfelds oftmals weniger Aufmerksamkeit erhalten, fest.

Neben ausgelassenen Gartenpartys, Freundschaften, Liebe und Familie thematisieren Bojorquez Arbeiten aber auch immer wieder den Verlust von Menschen. Bis heute fotografiert er die Unterschiede innerhalb des vielschichtigen und wandelbaren Lebens in East Los Angeles.

Die Publikation Eastsiders, aus der viele Arbeiten im Rahmen der Show „Hang Time“ gezeigt werden, ist 2022 bei LITTLE BIG MAN erschienen.

Bis 17. September 2022 sind die Werke in der Galerie Bene Taschen, Moltkestraße 81, Köln zu sehen. Ab 10. Juni 2022 werden Bojorquez´ Arbeiten parallel im Heppenheimer Kunstverein gezeigt.


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