Software: Blackframe NR

Beschreibung

Auf jedem Sensor befinden sich produktionsbedingt einige fehlerhafte Pixel. Dies ist in Grenzen durchaus normal. Die Hersteller von Bildschirmen etwa sind dem Standard ISO 13406-2 unterworfen. Je nach Zuordnung in eine Fehlerklasse dürfen beispielsweise von 0 bis 50 ständig leuchtende Pixel auftauchen.

Die kleinen Punkte sind nebenbei nicht mit dem Bildrauschen zu verwechseln. Denn im Gegensatz zu ihm tauchen die Produktionsfehler immer an derselben Stelle auf. Heilmittel gegen das Bildrauschen hat FOTO HITS ab Seite 48 getestet.

Auch wenn Hersteller einen gewissen Spielraum haben, sind bereits wenige so genannte „Stuck Pixel“ oder „Dead Pixel“ lästig. Manche Fotografen haben allerdings Glück, da sie die Plage nie zu sehen bekommen. Ihre Kameras rechnen sie nach der Aufnahme heraus. Falls dies nicht der Fall ist, kommt der Helfer des Herstellers Mediachance zum Einsatz.

Mit der Software kommt man sehr schnell zum Ziel, die fehlerhaften Pixel auszusieben. Es ist nur eine so genannte „Black Frame“-Aufnahme erforderlich, die man zuvor machen muss. Dafür wird der Objektivdeckel aufgesetzt und dann mit einer Belichtungszeit von mehreren Sekunden ein Foto geschossen. Der Zweck dieser Aufnahme besteht darin, die kaputten Dioden möglichst klar hervortreten zu lassen. Natürlich sind sie in der ansonsten schwarzen Aufnahme besonders deutlich sichtbar. Das Programm kann dank dieser Vorlage mühelos analysieren, wo die Störenfriede sitzen und sie dann übertünchen. Eine „Black Frame“-Aufnahme muss nur ein einziges Mal erstellt werden und kann dann für alle Fotos eingesetzt werden – vorausgesetzt, sie kommen aus derselben Kamera, mit der der „Black Frame“ erstellt wurde.

Das weitere Vorgehen ist denkbar einfach. Zuerst lädt man das zu korrigierende Foto und dann das Analysebild. Das Programm rechnet sofort die Störpixel heraus und zeigt das Ergebnis an. Abschließend kann man die verbesserte Version speichern.

Wahlweise lassen sich noch drei Optionen einstellen. Die „Simple Scientific – Pure Subtraction method“ hinterlässt ein Loch, wo zuvor der Störpixel saß. Gewöhnlich ist dies nicht erwünscht. „Stochastic Selective“ übertüncht den Fehler unauffällig. „Stochastic Selective 2 pass“ geht dabei sogar noch etwas gründlicher vor, weswegen es gewöhnlich die beste Einstellung ist.

URL http://www.mediachance.com/digicam/blackframe.htm