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Smarter Profi

Fabio Borquez unterwegs mit dem Huawei P10

Selbst einem Berufsfotografen wie Fabio Borquez leisten Smartphones etwa auf Reisen gute Dienste. Darüber hinaus wollte der bekannte Beauty- und Aktfotograf wissen, ob das Huawei P10 im Studio seinen Ansprüchen genügt.

Für Fotoverrückte ist es normal, aus dem Auto zu stürzen, weil eine Kirche für Sekunden in einem einzigartigen Licht erstrahlt. Als dies Fabio Borquez passierte, störte ihn aber nicht nur, dass er mit pochender Backe eigentlich zum Zahnarzt musste, sondern auch, dass er keine Kamera dabei hatte. Hier war der Profi für sein Smartphone dankbar.

Ähnlich ging es ihm jüngst in Marokkos Altstädten, wo er Material für eine Fotoausstellung sammelte. Mancher Einheimische würde verärgert auf eine auffällige Kamera reagieren, so seine Befürchtung. Doch ein dezentes Smartphone wie das Huawei P10 kümmerte niemanden.

Einstellungen für den Weißabgleich oder passenden Fokusmodus konnte ich im Pro-Menü super treffen.

Das Smartphone ist mit einer Leica Dual-Kamera 2.0 ausgestattet. Der RGB-Sensor sorgt mit zwölf Megapixel für brillante Farbaufnahmen. Den Schwarz-Weiß-Part übernimmt im Kamera-Duett der Monochromsensor mit 20 Megapixel, der detail- und kontrastreiche Fotos im klassischen Schwarz-Weiß-Stil liefert. Auch die Frontkamera ist von Leica.

Bei der Motivjagd fand Borquez das Smartphone leicht bedienbar. Als Mann vom Fach nutzte er die erweiterten Möglichkeiten des Pro-Modus, die er mit einer Fingerbewegung rasch erreichte. Dort regelte er mühelos die von Kameras bekannten Optionen wie Verschlusszeit, ISO-Wert oder Belichtungsausgleich (EV).

Ob Makro oder Porträt: Die Menüs sind verständlich und erfüllen alle Erwartungen.

Borquez wollte die Fotos großformatig auf DIN A3 ausdrucken, daher senkte er die Lichtempfindlichkeit im Pro-Modus auf ISO 50 ab. Trotzdem stellten dunkle Gassen für ihn kein Hindernis dar, da er dank seiner ruhigen Hand eine lange Belichtungszeit von 1/10 Sekunde erreichte. 

Den Porträtmodus fand Borquez nützlich, wenn man einen weichen Teint bevorzugt. Vor allem kam ihm eine andere Funktion entgegen, die für Porträts hilfreich ist: die simulierte „Große Blende“ und der Bokeh-Modus. Mithilfe präziser 3D-Gesichtserkennung, dynamischer Beleuchtung und einem schnellen Bildverarbeitungsalgorithmus entstehen – wie man auf diesen Seiten sieht – echte Kunstwerke mit einzigartiger Schärfentiefe. Positiv fiel Borquez während seiner Reisen in Marokko noch die lange Akku-Laufzeit auf, im Allgemeinen brachte  sie das P10 problemlos durch den Tag. Im Gegenzug dauerte das Laden des Akkus extrem kurz.

Die Türgriffe nahm ich in Altstädten auf. Die Schärfentiefe ließ sich bei solchen Makrofotos gut handhaben und die Bilder sind erfreulich rauscharm.

Im Studiotest

Nach Borquez’ Meinung sind viele Fotografen zu sehr technikfixiert. Als Berufsfotograf interessiere ihn vorrangig, was bei einer Aufnahme herauskomme. Dies begann für ihn mit einem Blick auf das Display des Huawei P10. Sitzt der Fokus? Muss die Lichtempfindlichkeit für weniger Rauschen herabgesetzt werden? Das hochauflösende Display mit 1.920 mal 1.080 Pixel ließ ihn die Qualität schon vor der Aufnahme sehr gut beurteilen.

Der ultimative Qualitätstest war ein Model-Shooting (siehe Foto auf Seite 40). Borquez gestaltete es mit einem Dauerlicht „LED 1.000“ von Hedler samt Reflektor sowie dem Dauerlicht DF25 desselben Herstellers. Hierbei war wichtig, den Weißabgleich im Pro-Modus selbst vorzugeben. Da der Fotograf die Kelvin-Zahl per Hand exakt einstellen konnte, gelang ihm eine farblich perfekte Studioaufnahme.

Weil Borquez auf eine individuelle Farbpalette Wert legt, schoss er Farbfotos mit zwölf Megapixel. Er erzielte mit dem Drucker „Epson SC-P800“ und dem Fine-Art-Papier „Tecco PFR295 FineArt Rag“ exzellente Resultate. 

Die Meinung des Experten: „Auch als ich den Ausdruck mit der Lupe betrachtete, erwiesen sich sämtliche Details als hervorragend definiert. Mit der Lupe kann man im Format DIN A3 auch einzelne technische Schwächen entdecken, die freilich im normalen Betrachtungsabstand keine Rolle spielen. Aber für mich zählen der Gesamteindruck, natürliche Farben und gute Tonwerte – und das ist alles super.“

Fabio Borquez

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Fabio Bórquez stellte bereits mit 21 Jahren in Argentiniens Hauptstadt Buenos Aires im „Museo Nacional“ aus. Mittlerweile arbeitet er für weltbekannte Magazine wie den Playboy oder Gentleman’s Quarterly (GQ). Für seine Ehefrau verließ er 1998 Agentinien und baute sich in Deutschland eine künstlerische Existenz auf. 

www.fabio-borquez.com