Ausstellung
Die Welt in einem Sandkorn sehen
Sand steht für das Unzählbare. Tatsächlich ist er begrenzt und begehrt, denn er wird etwa für die Bauindustrie oder für Mikrochips in verheerendem Ausmaß verbraucht.
Dass wirklich jedes Körnchen kostbar ist, zeigt der Fotograf Matthias Burba (*1954) auf. Seine Ausstellung „Die Welt in einem Sandkorn sehen“ offenbart dessen Schönheit mithilfe der Mikrofotografie.
Der Titel entstammt einem Gedicht von William Blake ((1757–1827), die lauten "To see a World in a Grain of Sand / And a Heaven in a Wild Flower / Hold Infinity in the palm of your hand / And Eternity in an hour."
Matthias Burba sammelte weltweit 800 Sandproben. Am Polarisationsmikroskop setzte er Licht und Filter gezielt ein, um spezifische Farb- und Strukturmerkmale der Sandkörner sichtbar zu machen. Diese sind einerseits schön anzusehen, andererseits geben sie Hinweise auf ihre mineralische Zusammensetzung und ermöglichen Rückschlüsse auf den jeweiligen Fundort.
Ergänzt werden die Werke vom Film "Ingrained" von Max Seeger (*1994). In ihm erweitert Max Seeger den ästhetischen und wissenschaftlichen Blickwinkel um größere Zusammenhänge. Er verbindet digital erzeugte Bildräume mit dokumentarischen Elementen, um globale Verflechtungen sichtbar zu machen.
- Eröffnung: 10. Juli 2026, 19 – 21 Uhr
- 11. Juli bis 06. September 2026
- Alfred Ehrhardt Stiftung, Berlin