Erstellt von FOTO HITS-Redaktion
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Ausstellung in Essen

Retrospektive stellt das Werk Germaine Krulls umfassend vor

Bis 15. März 2026 wirft das Museum Folkwang einen Blick zurück auf das Werk Germaine Krulls (1897–1985). Danach gastiert die Ausstellung ab 22. Mai 2026 in Wetzlar.

Unter dem Titel "Chien Fou" (Verrückter Hund) wird Krull als Teil der fotografischen Avantgarde und als Autorin gewürdigt. Denn als Chien Fou bezeichnete sie ihr ihr Alter Ego und betitelte ihr erstes autofiktionales Werk von 1934. Gezeigt werden rund 400 Fotografien, Texte, Dokumente sowie audiovisuelle Materialien aus dem reichhaltigen Nachlass, den das Museum Folkwang seit 1995 bewahrt.

Germaine Krull ist bis heute vor allem für ihre wegweisenden fotografischen Arbeiten der 1920er- und 1930er-Jahre bekannt. Die Ausstellung zeigt darüber hinaus eine weit größere Spannbreite ihres Schaffens: Sie verfasste autobiografische und autofiktionale Texte, Reportagen, politische Berichte und literarische Erzählungen, die ab den späten 1920er-Jahren parallel zu ihrem fotografischen Werk entstanden.

Im Ausstellungsrundgang verfolgt man Krulls Studienzeit im München der 1910er-Jahre. Es folgen ihre bahnbrechenden fotografischen Arbeiten, bis sie schließlich eine bewusste Abkehr von Europa vollzog, um in Thailand und Indien neue Lebensmittelpunkte zu finden. Die Präsentation ergänzt eine in Kooperation mit Studierenden der Universität Duisburg-Essen entwickelte Vermittlungsstation ergänzt, darunter eine Ausstellungsbibliothek. Zusätzlich kann man in einer Online-Datenbank sämtliche digitalisierten Texte Krulls nachlesen. Zugang: https://doi.org/10.17185/estate-germaine-krull

Begleitend zur Ausstellung erscheint bei MACK Books (London/Berlin) die Publikation Germaine Krull. Chien Fou. Ausgewählte Texte (Hrsg. Kerstin Meincke und Petra Steinhardt). Das rund 320 Seiten umfassende Buch verknüpft Fotografien mit vielfach neu erschlossenen Texten Krulls in deutscher, englischer und französischer Sprache.


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