Erstellt von FOTO HITS-Redaktion
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Dokumentarfotografie

Förderpreise der Wüstenrot Stiftung vergeben

Die Wüstenrot Stiftung vergab zusammen mit dem Museum Folkwang die Förderpreise für Dokumentarfotografie. Sie sind jeweils mit 10.000 Euro dotiert. Unter 108 Bewerbern setzten sich vier durch: Elias Holzknecht, Hochschule Hannover, Victoria Jung, Fachhochschule Dortmund, Aline Papenheim, Fachhochschule Aachen / Royal Academy of Art Den Haag und Yana Wernicke, Hochschule Bielefeld. 

Die Jury begründet ihre Auswahl wie folgt: „[...] Ein Projekt beschäftigt sich mit der Perspektive Frau, ein zweites nimmt die Perspektive Mann ein. In einer weiteren Arbeit wird „die dritte Option“ thematisiert, während sich das vierte Projekt Fragen des Tierwohls widmet. Die Jury überzeugte bei den ausgezeichneten vier Preisträger:innen vor allem die Vielfalt und das empathische Potential dokumentarischer Erzählung.“

  • Elias Holzknecht (*1993) beschäftigte sich mit Alpinismus. In "Both Feed Firmly in the Air" (Beide Füße fest in der Luft) bildet persönliche Erinnerung und Vorstellungen von Männlichkeit ab, die er zwischen Risiko, Kontrolle und Eroberung sieht. 
  • Victoria Jung (*1991) beschäftigte sich mit Queerness, afro-brasilianischer Kultur und Feminismus und wie sie in den Armensiedlungen Brasiliens in Erscheinung treten. Leitspruch ist dabei die Botschaft des Rappers Bad Bunny: „Das Einzige, was stärker ist als Hass, ist die Liebe“. Dabei stellt sie bewusst das Verbindende statt das Trennende in den Fokus.
  • Aline Papenheim (*1997) nahm den Wald hinter dem Haus ihres Vaters als Ausgangsort. Genauer geht es um Jagdkultur und wie sie sich sozial und ökologisch veränderte. Wichtig war ihr dabei, mit den Menschen vor Ort zusammenzuarbeiten und auch nicht-menschliche Perspektiven einzubeziehen. Dabei habe sie eine "ebenso medienbewusste wie poetische Bildsprache" entwickelt, so Jurymitglied Bertram Kaschek.
  • Yana Wernicke (*1990) dokumentiert in "Die Schwere des Seins" das Tierwohl zwischen Kontrolle und Freiheit. Mit Filmen und Fotos  untersuchte sie, wie Zucht, Fürsorge und Produktivität sich auf Tierkörper auswirken.

Die nachfolgende Ausstellung findet traditionell zuerst im Museum Folkwang statt. 


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