Japan 1900
Einblicke in ein verbotenes Land
Während der Meiji-Ära (1868 bis 1912) öffnete sich Japan der Welt, nachdem es sich ab dem 17. Jahrhundert abgeschottet hatte. Einerseits kamen fotografierende Reisende in Land, anderseits entdeckten Japaner die Kameratechnik. Sie alle dokumentierten eine Gesellschaft, die bislang wie in einer Zeitkapsel lebte. Daher ist es noch spannender, in den Buchseiten „Japan 1900“ zu blättern als in den anderen Bänden dieser Serie wie etwa „France 1900“ oder „America 1900“.
Der Historiker Sebastian Dobson und die Redakteurin Sabine Arqué wählten einige frühe Aufnahmen aus. Ihre Fundstücke machen die Zeit der Shogune und Samurai lebendig. Da es sich um handkolorierte Abzüge oder um so genannte Autochrome handelt, darf man etwa leuchtende Kimonostoffe bewundern. Zudem präsentiert sie das Großformat mit 25 mal 34 Zentimeter in sämtlichen Details.
Die Zeitreise führt quer durchs Land, von Beppus heißen Quellen über die Hauptstadt Tokio bis zur modernen Hafenstadt Yokohama. Die fünf Reiserouten erläutern kurze Texte, sodass man in der exotischen Welt nicht ganz verloren geht.
Japan 1900. Taschen 2024, Hardcover, 536 Seiten, Sprachen: deutsch, englisch, französisch, ISBN 978 3 8365 9593 3, Preis: 75 Euro