Erstellt von FOTO HITS-Redaktion
| Kategorien:  Literatur  

Online-Magazin von Fujifilm

Neue Ausgabe von Women4Women gratis verfügbar

Der Kamerahersteller Fujifilm bringt ein eigenes Magazin heraus, das mit Women4Women betitelt ist. Auf mehr als 180 Seiten sind 30 Beiträge aus über zehn Länder zu sehen, die ausnahmsweise auch von Männern verfasst wurden. Einige machen Menschen sichtbar, die allzu oft an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden, andere erzählen von fremden Lebenswelten, etwa von Rentierzüchtern in Russland. Das englischsprachige Magazin kann man gratis auf der unten genannten Website lesen.

Das Cover selbst setzt einen Akzent: Es zeigt das Werk von Lisetta Carmi (1924 – 5 July 2022), die im Laufe ihrer Karriere immer außergewöhnliche Themen aufgriff. Das Bild stammt aus der renommierten Serie I travestiti (1965–1971), einer wegweisenden Reportage über die Transgender-Gemeinschaft in Genua, die mit Empathie und ethischen Verantwortungsbewusstsein entstanden.

Fotografinnen in dieser Ausgabe sind:

Valentina Tamborra ist X-Fotografin und Fujifilm-Botschafterin. Ihr Projekt „The Flowers Remain – Identity Surviving Torture“ entstand in Palermo gemeinsam mit "Ärzte ohne Grenzen". Es handelt sich um eine Gemeinschaftsarbeit mit Überlebenden von Folter, die sich nicht auf den Schmerz konzentriert, sondern auf das, was der Schmerz nicht zerstören konnte.

Giulio Di Sturco präsentiert in „Anthropocosmos“ wissenschaftliche Forschungszentren, technologische Labore und Weltraumsimulationsumgebungen. In diesen Grenzbereichen des Wissens sucht der Fotograf emotionalen Spuren, die in Maschinen und Architektur eingebettet sind. Das Ergebnis soll dazu einladen, über das Verhältnis von technologischem Fortschritt und ethischer Verantwortung nachzudenken.

Der polnische Fotograf und Künstler Tomasz Lazar, ein Fujifilm-Botschafter, präsentiert zwei Projekte. Mit „Voids Diary“, das während der Covid-19-Pandemie entstand, dokumentierte Lazar die Leere, die sie an Orten hinterließ, die einst von Austausch und Verbindung geprägt waren. Die Inspiration für „What Remains“ entstand aus dem Wunsch, die Spuren des Lebens zu dokumentieren, die der Krieg in der Ukraine hinterlassen hat.

Omar Larentis, Koordinator des Forschungszentrums für Osteoarchäologie und Paläopathologie an der Universität Insubria (Varese), untersucht in „Under The Skin“ zusammen mit anderen eine anatomische Sammlung, die aus rund 200 Präparaten besteht. Dank der radiologischen Geräte und des Laserscanners von FUJIFILM Healthcare Italia konnten sie die innere Struktur von Versteinerungen oder Mumien aufdecken. 

Male Kirking, Brustkrebsüberlebende und Aktivistin, berichtet von einem stillen, aber entschlossenen Widerstand: Mit 25 Jahren diagnostiziert, musste sie gegen eine Gesellschaft kämpfen, die ihren Symptomen aufgrund ihres jungen Alters skeptisch gegenüberstand. Diese Dissonanz – jung und doch schwer krank zu sein – wird auch von Lucie Albrecht, Pressesprecherin der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs, eindringlich hervorgehoben. 

Fotografie als ethisches und verantwortungsbewusstes Engagement kommt unter anderem durch den Beitrag der Künstlerin und Fotografin Mara Troeger zum Ausdruck, deren Projekt „Black isn’t Black“ Ungerechtigkeiten beleuchtet, mit denen schwarze Menschen oft konfrontiert sind.

Die international renommierten Regisseurin und Fotografin Madeleine Penfold trug mit ihrer Kampagne „This Girl Can“ dazu bei, die Geschlechterkluft bei der Teilnahme am Sport zu bekämpfen.


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