Sony World Photography Awards
Joel Meyerowitz erhält Sonderpreis
Der Farbfoto-Pionier Joel Meyerowitz wird bei den Sony World Photography Awards 2026 geehrt. Er erhält die Auszeichnung „Outstanding Contribution to Photography”, da er die Geschichte der Fotografie geprägt habe.
Seine seit den frühen 1960er Jahren entstandenen Werke machten ihn zu einer führenden Figur in der Geschichte der Fotografie des 20. Jahrhunderts. Insbesondere als früher Verfechter der Farbfotografie trug Joel Meyerowitz maßgeblich dazu bei, diese bekannt zu machen und zu verbreiten. Für die Förderung ihrer Anerkennung als Kunstform wird er nun geehrt.
Meyerowitz' Street Photos etwa lenken den Blick auf miteinander verbundene Geschichten, die einen Moment ausmachen. Seine Themen reichen vom urbanen Leben über Meereslandschaften bis hin einer Serie, die die Arbeiten innerhalb des Ground Zero nach dem 11. September 2001 dokumentiert.
Neben der Preisverleihung am 16. April 2026 in London werden ausgewählte Werke vom 17. April bis 4. Mai 2026 im Somerset House in London zu sehen sein. Zudem reflektiert Meyerowitz in mehreren Video- und Audioinstallationen über den Entstehungsprozess bestimmter Bilder. Anlässlich der Ausstellung findet am 21. April 2026 ein Sondergespräch mit Joel Meyerowitz statt. Hierzu wird es eine begrenzte Anzahl von Kombitickets für die Ausstellung und das Gespräch geben.
Joel Meyerowitz kommentierte seine Auszeichnung wie folgt: „Ich fühle mich geehrt, als Preisträger für den diesjährigen Outstanding Contribution to Photography Award ausgewählt worden zu sein. Die Fotos, die ich im Laufe der Jahre gemacht habe, zeigen die Welt, wie ich sie sehe, und die Momente der Schönheit, des Humors und des Vergnügens, die überall zu finden sind, wenn wir nur die Gelegenheit nutzen, hinzuschauen. Ich hoffe, dass diese Ausstellung die Besucher*innen dazu anregt, ihre Umgebung neu zu betrachten und sich auf das Leben einzulassen, das sich um sie herum entfaltet.“
Kurzbiografie
Joel Meyerowitz wurde 1938 in New York City, USA, geboren und studierte Malerei und medizinisches Zeichnen an der Ohio State University, bevor er als Art Director in der Werbebranche arbeitete. Nachdem er 1962 den schweizerisch-amerikanischen Fotografen Robert Frank bei einem Werbe-Projekt beobachtet hatte, kündigte Meyerowitz sofort, ging mit einer geliehenen Kamera und zwei Farbfilmen auf die Straße und begann eine Karriere, die die Fotografie nachhaltig prägen sollte. Während seine frühen Arbeiten in Farbe entstanden, fügte er später Schwarz-Weiß-Fotografien hinzu. Meyerowitz' Werk ist ein fester Bestandteil der amerikanischen Fotografie – es wurde in über 350 Ausstellungen in Museen und Galerien auf der ganzen Welt gezeigt und in 57 Monografien veröffentlicht.