Animalische Begierden
Warum wir Tiere fotografieren
Warum liegen manche Tierfotografen stundenlang im Schlamm, um ein einziges Bild zu schießen? Das Buch befragt die Meister ihres Fachs dazu.
Schon die vielfältigen Motive machen die Lektüre zum Vergnügen, die von Meeresschnecken bis Buckelwale reichen. Dazu erstaunen manche Ansätze: Traer Scott fiel auf, wie sich Zootiere und Besucher in Glasscheiben widerspiegeln, Jim Naughten erstellte stereoskopische Bilder von Schaukästen mit ihren ausgestopften Insassen. Daneben finden sich natürlich spektakuläre Naturaufnahmen.
Einige seiner Kollegen stellt der Autor Huw Lewis Jones auf bis zu sechs Seiten vor. Außerdem streute er mehrseitige Geschichten rund ums Tierbild ein, etwa dessen Historie von der Höhlenmalerei bis zur Zigarettenwerbung oder von Großformatkameras bei Polarexpeditionen bis zu Instagram. Den Löwenanteil des Buchs machen die vier bis acht Fragen aus, die jeder der Naturfreunde beantwortete. Selbstredend lautet auch eine, warum sie Tiere fotografieren. Diese Mischung bestens aufbereitet. Zudem inspirieren die vielen Blickwinkel und berühren die großartigen Bilder.
Huw Lewis-Jones: Warum wir Tiere fotografieren. Knesebeck 2024, 336 Seiten, Deutsch, Hardcover, ISBN ISBN 978 3 95728 831 8, Preis: 45 Euro