Foto-Lehrbuch
Safari im Beet
Mit dem schön gestalteten Buch macht es Spaß, auf eigene Exkursionen zu gehen. Daher einleitend bereits das Urteil: Das Lehrbuch ist rundum gelungen. Das Lob verdient es sich schon allein wegen seiner Struktur, die Lust auf eigene Entdeckungen macht. Beispielsweise streute Jonathan Fieber im ersten Teil „Lebensraum@Home“ einige Foto-Pinnwände ein, die lohnenswerte Aufnahmeorte vorstellen, etwa Trockenmauern oder Totholz. Der Autor erklärt auch, wie Gartenbesitzer sie selbst schaffen, indem sie Vogeltränken aufstellen oder – auf vier Seiten schön erklärt – Futterpflanzen anbauen. Ergänzend gibt er Praxistipps, wie man mit Fototechnik und kluger Annäherung die Bildausbeute steigert.
Im zweiten Teil „Naturfotografie@Home“ dominiert der technische Bereich, den man auch von anderen Büchern kennt. Stichworte sind Makro-Objektive, Tarnzelt und Bewegungsmelder, die komprimiert, aber lehrreich abgehandelt wurden.
Der dritte Part Workshops@Home überzeugt mit Motivideen, die Fieber gelegentlich mit ungewöhnlichen Mitteln umsetzte. Selbst wenn sie wie „Tau auf Moos“ bekannt sind, helfen die Tipps bei eigenen Projekten.
Jonathan Fieber: Naturfotografie im Garten. dpunkt 2025, Hardcover, 218 Seiten, ISBN 978 3 98889 030 6, Preis: 34,90 Euro
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