Erstellt von FOTO HITS-Redaktion
| Kategorien:  Literatur  

In allem ist Poesie

Ralph Gibsons eigenwillige Wege zum Erfolg

Ein Bildband über Ralph Gibson offenbart, welche verschlungenen Wege zur Meisterschaft führen: Mit 16 Jahren brach er die Schule ab, beim Militär erlernte er ab 1956 die Fototechnik. Ein nachfolgendes Studium schmiss er ebenfalls, um gleich in die Praxis einzusteigen. Zuerst assistierte er 1962 Dorothea Lange, dann beim nicht minder berühmten Robert Frank.

Im seinem ersten Bildband „The Somnambulist” (Der Schlafwandler, 1970) folgte er kompromisslos seinem eigenen Stil: starke Kontraste, deutliches Filmkorn und schlaglichtartige Szenen. Das Buch bildete den Startschuss für seine Karriere.

Der Bildband des Taschen Verlags lässt den Werdegang des Künstlers anschaulich nachverfolgen. Beim Blättern durch die Seiten erkennt man, wie sein Stilwillen immer klarer aufscheint, bis er es schaffte, selbst einfachste Objekt lebendig werden zu lassen. Die Fotos wählte Gibson selbst aus und zeichnet so sehr persönlich die eigene künstlerische Entwicklung nach.

Ralph Gibson: Photographs 1960–2024. Verlag Taschen 2025. Hardcover, 552 Seiten, Deutsch/Englisch/Französisch, ISBN 978 3 7544 0268 9, Preis: 60 Euro

 

 


Anzeige
Anzeige
Anzeige