Kompaktes Mittelformat
Die kleine FUJIFILM GFX100RF kommt groß heraus
Die neue FUJIFILM GFX100RF wird als Premium-Kompaktkamera der GFX-Serie bezeichnet. Das bedarf einer Erklärung: Die GFX-Serie umfasst Mittelformat-Kameras wie die Fujifilm GFX100S II (getestet in FOTO HITS 9/2024). In ihr ist – ebenso wie in der Neuheit – der GFX 102MP CMOS II verbaut, der 1,7-mal größer als herkömmliche Vollformatsensoren ist. Kurz: Es handelt sich bei der FUJIFILM GFX100RF um eine relativ kleine Mittelformat-Kamera, die mit einer Festbrennweite ausgestattet ist.
Ein neues Einstellrad auf der Kamerarückseite ermöglicht den schnellen Wechsel zwischen neun klassischen Bildformaten, darunter 3:4 und 17:6. Die GFX100RF ist das erste GFX Modell mit einem integrierten Vier-Stufen-ND-Filter. Dieser Graufilter erleichtert die Aufnahme mit großer Blendenöffnung bei hellem Licht oder mit langer Verschlusszeit.
Der Kameraaufbau wurde laut Hersteller grundlegend überarbeitet. Das Objektiv rückte näher an den Bildsensor gerückt. So bleibt das Gehäuse kompakt, und das Gewicht fällt mit 735 Gramm (inklusive Akku und Speicherkarte) gering aus. Zudem wurde der Hochgeschwindigkeits-Bildprozessor X-Prozessor 5 aufgefrischt. Fujifilm hebt auch die hochwertige Verarbeitung der Gehäuse- und Bodenplatte, des Objektivrings und der Einstellräder hervor.
Das ebenfalls aktualisierte 35-mm-Objektiv bietet einen Bildwinkel, der mit einem 28-mm-Kleinbildobjektiv vergleichbar ist. Der optische Aufbau umfasst zehn Elemente in acht Gruppen. Zwei asphärische Linsen korrigieren Schärfefehler und Verzeichnungen, was eine hohe Auflösung gewährleisten soll. Die Nano-GI-Beschichtung unterdrückt auch am Bildrand störende Lichtreflexionen, die Schärfe und Detailwiedergabe mindern.
Der LC-Monitor weist eine Diagonale von acht Zentimetern auf, was dem Schwestermodell GFX100S II entspricht, die Auflösung fällt mit 2,1 Millionen Bildpunkten geringfügig geringer aus. Der elektronische Sucher dagegen blieb mit 5,76 Millionen Bildpunkten gleich.
Ein modifizierter Algorithmus ermöglicht es dem Autofokus, das Scharfstellen schneller vorauszuberechnen. Außerdem verfügt die Kamera über eine KI-basierte Motiverkennung. Sie ermöglicht eine exakte Erkennung und Scharfstellung von Tieren, Fahrzeugen, Vögeln und Flugzeugen. Von einem Bildstabilisator (IBIS) ist allerdings in der Pressemeldung nicht die Rede.
Die GFX100RF kann hochauflösende 4K-Videos mit 30 Bildern pro Sekunde und 4:2:2 10-Bit-Farbtiefe aufnehmen. Im F-Log2-Modus werden Bewegtbilder mit einem Dynamikumfang von mehr als 13 Blendenstufen aufgezeichnet, was viel Spielraum für die Nachbearbeitung lässt.
Die FUJIFILM GFX100RF wird ab April 2025 zu einem Preis von 5.499 Euro (UVP) im Handel erhältlich sein.