Leica-Auktion
Rare Leica-M-Kameras kommen unter den Hammer
FOTO HITS legt in der Rubrik "Kameraschätze" regelmäßig offen, was ältere Modelle wert sind. Rekordverdächtige Summen erzielten schon immer Leica-Erzeugnisse, wie sie das Auktionshaus Leitz Photographica Auction in Wien nun versteigert. Als Raritäten stehen zum Verkauf:
- ein voll funktionsfähiger M-Prototyp,
- eine äußerst seltene Leica M2 Graulack aus dem Jahr 1958,
- eine sehr frühe Leica M3 Kamera, die speziell für die Leitz Marketing Abteilung in schwarz lackierter Ausführung produziert wurde.
- mehrere frühe Prototypen-Chassis.
Die 45. Leitz Photographica Auction findet am 23. November 2024 im Hotel Bristol in Wien statt.
Geschichtsträchtig
Der Markteinführung der Leica M im Jahr 1954 ging eine mehrjährige Entwicklung voraus. Dabei entstanden einige nicht verkäufliche Prototypen. Dazu gehört ein 1948 bis 1949 produziertes Exemplar, das in voll funktionsfähigem Zustand unter der Losnummer 76 zur Versteigerung kommt. Der Schätzpreis dieses Loses, das auch ein einzigartiges M-Mount Elmar 3,5/3,5cm-Objektiv enthält, liegt zwischen 600.000 und 700.000 Euro.
Noch früher wurden die Prototyp-Chassis gestaltet, die unter der Losnummer 79 unter den Hammer kommen. Es handelt sich um zehn Gehäuse-Prototypen, die von Leica-Ingenieuren im Laufe von 17 Jahren für die Entwicklung der späteren Serienversion der M gebaut wurden. Für dieses Los wird ein Startgebot von 150.000 Euro aufgerufen, der Schätzpreis liegt zwischen 300.000 und 340.000 Euro.
Die Vielseitigkeit der Leica M machte diese für Behörden und das Militär interessant, was die Leica M2 grey paint mit der Seriennummer 1005769 zeigt, die als eine von nur 20 Kameras 1960 an die U.S. Air Force in Europe in Wiesbaden geliefert wurden. Es geht mit einem Schätzpreis von 500.000 bis 600.000 Euro in die Versteigerung.
Die Liste der vier am höchsten bewerteten Auktionslose schließt das Los 83 ab – eine 1958 hergestellte Leica M3 black paint 'Black Dial'. Sie wurde als Demonstrationskamera für die Werbeabteilung von Leitz gefertigt. Zusätzlichen Wert gewinnt das Los durch das enthaltene Summicron 2/5cm-Objektiv, das am selben Tag wie die Kamera – dem 12. Dezember 1958 – an die Werbeabteilung geliefert wurde. Der Schätzpreis liegt zwischen 280.000 und 320.000 Euro.
Ein ausgewähltes Los wird für einen guten Zweck gestiftet. Passend zum Jubiläumsjahr 2024 handelt es sich dieses Mal um eine Leica M6J mit der Seriennummer 1994-10. Diese ist Teil einer Sonderserie, die Leica 1994 zum 40. Jubiläum der 'M' auflegte. Der Schätzpreis liegt zwischen 6.000 und 7.000 Euro. Der Erlös kommt vollständig „Licht ins Dunkel - Verein für Menschen mit Behinderungen und sozialer Benachteiligung“ zugute.