Street Photography
Paris behauptet sich als Modemetropole (dank der Einwanderer)
Mathieu Bitton wurde 1973 in Paris geboren. Daher entwickelte der Art Director, Designer und Fotograf eine persönliche Beziehung zur Seine-Metropole.
In seinem besonderen Blick mischen sich Kindheitserinnerungen, Romane, Kinofilme und sein mondänes Künstlerleben.
Für den Betrachter seines Bildbands bedeutet dies einerseits, dass er nicht das übliche Klischee wie den „typischen“ Franzosen mit Baskenmütze und Zigarette vorgesetzt bekommt. Andererseits verliert sich Bitton manchmal in belanglosen Details wie „Menschen warten an Bushaltestelle“.
Doch das machen modische Glanzlichter im Straßenbild wett wie die eingewanderten Senegalesen, auf die der Art Director zu Recht ein Augenmerk hat. Die Sapeurs aus Westafrika und dem Kongo ebenso wie die Swagger Südafrikas gehören zu den stilvollsten Menschen des Planeten. Klassisch mutet in dieser Street Photography allenfalls an, dass die meisten Aufnahmen in Schwarz-Weiß gehalten sind, dazwischen mischen sich vereinzelte Farbfotos.
Der zweite Teil des Bildbands besteht aus Prominenten-Porträts wie die von Lenny Kravitz oder Naomi Campbell, für die Paris eine wunderbare Kulisse abgibt. Das ergibt insgesamt eine eigenwillige Mischung, die durchaus zur Stadt passt.
Mathieu Bitton: Paris Blues. teNeues 2025, Hardcover, 224 Seiten, Englisch, ISBN 978 3 96171 668 5, Preis: 70 Euro