Erstellt von FOTO HITS-Redaktion
| Kategorien:  Kameras 

Mehr Farbkorrektur, andere Kamera

Neues von Blackmagic Design

Das Videofarbkorrektur-System „DaVinci“ von Blackmagic Design besteht aus der Software „DaVinci Resolve“, die es auch in einer kostenlosen Download-Version gibt, sowie auf Wunsch dem großen Steuerpult „DaVinci Resolve Advanced Panel“. Letzteres ist mit einem Preis von etwa 30.000 Dollar allerdings nur eine Lösung für Profis in Videostudios oder Filmproduktionsfirmen.

Die Arbeitsabläufe gerade mit der neuesten Version des Programms „DaVinci Resolve 12.5“ ändern sich derzeit aber radikal, sodass auch Filmamateure und Semi-Profis die Software für Videoschnitt, Farbkorrektur und Videoausgabe auf Windows, Mac und jetzt auch Linux einsetzen. Daher bietet das Unternehmen ab sofort zwei neue kleinere und vergleichsweise preiswerte Steuerpulte als Hardware-Ergänzung zum Programm an.

Das „DaVinci Resolve Micro Panel“ wird für knapp 1.000 Dollar an den Markt kommen und bietet unter anderem drei „Trackballs“, also „umgedrehte Computermäuse“, mit deren Steuerkugeln man komfortabel durch die Farbräume zur Korrektur der Videos navigiert. Jeder Trackball ist von einem Steuerring umgeben, mit dem man dann ebenfalls mit nur einer Handbewegung etwa die Stärke der Sättigungsänderung festlegt. Zusätzliche und hochpräzise Drehregler, die mit einer Umdrehung 4.096 Einstellstufen erzeugen, lenken etwa die Belichtungskorrektur mit dem Panel. Per Druck auf diese Regler kann man sie wieder auf die Null-Position zurücksetzen. Das „DaVinci Resolve Micro Panel“ wird per USB an den PC oder Laptop angeschlossen und darüber auch mit Strom versorgt. Alternativ kann ein zusätzliches Netzteil eingesetzt werden.

Für gehobenere Ansprüche bietet der Hersteller jetzt mit dem „DaVinci Resolve Mini Panel“ eine erweiterte Lösung für 2.995 Dollar an. Diese ist mit mehr Reglern sowie zwei kleinen Farbdisplay ausgerüstet und für den stationären Einsatz am Videoschnittplatz konzipiert, während die „Micro“-Version auch unterwegs mit dem Laptop genutzt werden kann.

Als dritte Neuvorstellung bietet Blackmagic Design seine „URSA“-Kamera jetzt in der Version „URSA Mini Pro“ an, die als multifunktionales System konzipiert wurde. Die mit einem 4,6-K-Sensor arbeitende Kamera lässt sich daher sowohl für kinoreife Filmproduktionen, für die Nachrichten-Produktion („Broadcast“) oder auch Hochzeits- oder Musikvideos einsetzen. Sie ist standardmäßig mit einem Canon-EF-Bajonett ausgerüstet, das aber auch auswechselbar ist. Alternativ stehen für Cine-Optiken ein PL-Bajonett und für die Objektive in Fernsehstudios ein B4-Anschluss zur Wahl, die man nur mit einem Schraubenzieher (Drehmomentschlüssel) selbst austauschen kann. Für den Sommer ist zudem ein Objektivbajonett für Nikon-F-Objektive geplant, das mit einem eigenen Blendenring ältere Objektive steuern kann.

Die knapp 6.000 Euro teure Kamera wird ohne Objektiv und mit einem großen LCD-Bildschirm als Sucher geliefert. Weitere Aufstecksuchersysteme für den Außeneinsatz oder für das Studio stehen optional zur Wahl. Die Kamera bietet vier Steckplätze für jeweils zwei SD-Kartensysteme und zwei CFast-Karten. Die SD-Karten kann man etwa für Full-HD-Aufnahmen nutzen, die Cfast-Karten für die in 4,6K aufgezeichneten Profi-Aufnahmen im Raw-Format oder in vielen professionellen „ProRes“-Videoformaten mit hohen Datenraten und Farbtiefen.



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