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Arm, aber sexy

Kunstwelt Berlin

Viele Faktoren spielten zusammen, um Berlin ab den 1980er Jahren so anziehend für Künstler aus aller Welt zu machen: billiger Wohnraum, proletarische Tradition, Punk und die exponierte Lage im kalten Krieg. Die Mischung aus Aussteigern und Künstlern zog auch Superstars wie David Bowie an, der sich als kandierte Kirsche auf dem Sahnehäubchen niederließ. Auch zahlreiche Fotolegenden begannen ihre Karriere in Berlin, und sie fanden unter all den Paradiesvögeln mannigfaltige Motive.

Die Berliner Galerie CAMERA WORK präsentiert noch bis 25. August 2018 die Ausstellung „Made in Berlin“. Sie umfasst rund hundert Arbeiten von mehr als 20 deutschen und internationalen Fotokünstlern, die  sich in ihren Werken mit der Architektur, den Subkulturen, den berühmten Persönlichkeiten und der Modewelt Berlins auseinandergesetzt haben.

Dabei ist der Blick über den Mauerrand wesentlich: Neben den westdeutschen Künstlern kommen vier der Fotografen aus der Ex-DDR, genauer aus Chemnitz, Karl-Marx-Stadt, Kleinmachnow und Magdeburg. Des Weiteren finden sich noch häufiger die Namen internationaler Größen, was dem Ausstellungstitel „Made in Berlin“ einen neuen Sinn gibt: Berliner Künstler zu sein ist kein Geburtsrecht. Man erschafft sich dort selbst oder geht unter.