Ausstellung: Donata und Wim Wender
Ein Künstlerpaar im fotografischen Dialog
Eine Ausstellung im Ernst Leitz Museum Wetzlar bringt die Fotos von Donata und Wim Wenders in einen Dialog. Da sie in ihren Werken unterschiedlich auf die Welt blicken, eröffnen sich so neue Perspektiven auf Fotografie, Wahrnehmung und Erzählung.
Gezeigt werden zahlreiche bekannte und neuere Arbeiten aus den vergangenen Jahren. Ein eigens für die Ausstellung produziertes Interview eröffnet zusätzliche Einblicke in die Arbeitsweisen und Gedankenwelten des Künstlerpaars.
Über die Künstlerin und den Künstler
Wim Wenders gehört zu den international prägendsten deutschen Regisseuren. Seine Filme haben Kinogeschichte geschrieben und wurden vielfach ausgezeichnet. Orte spielen darin immer eine zentrale Rolle – etwa in „Paris, Texas“ (1984), „Der Himmel über Berlin“ (1987), „Buena Vista Social Club“ (1999) oder „Perfect Days“ (2023). Parallel dazu hat er ein eigenständiges fotografisches Werk geschaffen. Wenders beschreibt sich selbst als „Reisenden, dann als Regisseur oder Fotografen“. Viele seiner Fotografien entstehen auf Reisen oder an Drehorten. Häufig zeigen sie Landschaften und Architektur in klarer, farbintensiver Bildsprache, in den Details überraschend und bewegend. Meist sind die Motive menschenleer, und doch erzählen die Spuren darin vom Leben und Sein.
Ganz anders sieht der Blick auf die Welt in den Fotografien von Donata Wenders aus. Ihr Werk ist vor allem schwarzweiß – oft mit Menschen im Fokus – und lebt von einer reduzierten Bildsprache aus Licht und Schatten, Schärfe und bewegten Gesten. In den Bildern finden sich sowohl prominente Zeitgenossen wie Pina Bausch oder Paul Auster als auch Personen, die durch Abstraktion und Unschärfe in den Aufnahmen zu bezaubernden Schattenwesen werden. In ihren fotografischen Installationen arbeitet sie mit experimentellen Formen wie Überblendungen, Doppel- und Langzeitbelichtungen.
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