Erstellt von FOTO HITS-Redaktion
| Kategorien:  Events  

CES Las Vegas

Die fotografischen Glanzlichter der weltgrößten Messe

Am 9. Januar 2026 ging die CES Las Vegas zu Ende, die größte Messe für "Consumer Electronics". Im fotografischen Bereich blieben die Produktvorstellungen aber überschaubar. Kameras etwa dienten vorrangig der Überwachung oder dem Smart Home. Ansonsten wurden professionelle Filmsysteme vorgestellt, die jenseits der Preisklasse eines durchschnittlichen Konsumenten liegen.

Wie sieht es mit den bekannten Firmen aus? Nikon war 2026 nicht dabei, obwohl der Hersteller bislang etwa Produktionstechnik für professionelle Video- und Kinofilme präsentierte. Fujifilm nahm zuletzt 2024 teil, und stellte unter anderem ihr KI-gestütztes Fernglas AX Visio vor, das Vögel und andere Lebewesen identifizieren kann. Canon war dabei, fiel aber eher mit Video-Lösungen für Konferenzen und Events auf, was generell ein großes Thema auf der CES war.

Einige Produkte - insbesondere Speicherlösungen - könnten trotzdem für ambitionierte Hobby-Fotografen und -Filmer interessant sein.

Der chinesische Hersteller Hohem ist vor allem für preisgünstige Gimbals und Mikrofone bekannt. Zwei neue Modelle sind das iSteady MT3 und den MT3 Pro. Sie sind für spiegellose Kamerasysteme konstruiert, stemmen also "nur" 1,4 beziehungsweise 2,5 Kilogramm. Zwei Besonderheiten kommen neben der ruhigen Kamerafahrt dem Benutzer entgegen: Eine eingebaute Kamera dient nicht der Aufnahme, sondern verfolgt ein sich bewegendes Motiv. So kann man sich ganz auf die Kameraführung konzentrieren. Zudem verfügen beide Gimbals über ein integriertes Aufhelllicht.

Der iSteady MT3 kann nur Personen verfolgen, während der MT3 Pro zudem Haustiere, Fahrzeuge und beliebige andere Objekte ins Visier nimmt. Der Pro verfügt außerdem über eine abnehmbare Fernbedienung, die Gimbal-Einstellungen und -Bewegungen steuert (alternativ dazu übernimmt dies wie erwähnt eine KI) und drahtlos ein Livebild anzeigt. Beide Modelle verfügen über eine Schnellwechselplatte und einen Standfuß, der die Kamera von der Horizontalen auf die Vertikale schwenken lässt. Die Neuheiten können ab dem 20. Januar 2026 in den USA vorbestellt werden. Das iSteady MT3 kostet 329 US-Dollar, das Pro-Modell 449 US-Dollar.

Hohem stellte auch seine erste SSD-Festplatte namens SSD-01 vor. Der Winzling unterstützt die Aufnahmen per Smartphone, wie sie etwa Vlogger gern durchführen. Er besitzt einen ausklappbaren USB-C-Stecker, über den man die großen Datenmengen der ProRes Raw- und Open Gate-Aufnahmen von kompatiblen iPhones überträgt. Die Festplatte ist mit 1 TB (219 US-Dollar) und 2 TB (339 US-Dollar) Speicherkapazität erhältlich. Hohem verspricht Lesegeschwindigkeiten von 2000 MB/s und Schreibgeschwindigkeiten von 1800 MB/s.

Die ThunderBlade X12 RAID SSD sichert mit maximal 192 Terabyte riesige Datenmengen, die insbesondere im Videobereich anfallen. RAID bedeutet: Aufgrund der Struktur kann die Technik Daten schneller lesen und zu schreiben. Zudem ist sie praktisch, um eine Festplatte auf eine andere zu spiegeln, damit das System ohne Datenverlust störungsfrei betrieben werden kann. Dementsprechend ist das Laufwerk auch dank Thunderbolt-5-Schnittstelle rasend schnell. Es verspricht Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 6.600 MB/s und dauerhafte Schreibgeschwindigkeiten von 5990 MB/s. Das 96-TB-Modell kostet jedoch bereits 16.800 US-Dollar, die 192 Terabyte dürfte also nur für Filmstudios bezahlbar sein.

Preisgünstiger sind die neuen Speicherkarten von Lexar sein, 256 GB kosten zirka 35 Euro. Die Professional Silver Plus microSDXC UHS-I-Karte gibt es mit einer Kapazität von bis zu zwei TB. Wir fanden sie derzeit aber nur mit einem TB für knapp 140 Euro auf dem Markt. Lexar gibt die Lesegeschwindigkeiten mit 255 MB/s und die Schreibgeschwindigkeiten mit 180 MB/s an, die V30-Zertifizierung garantiert jedoch lediglich eine Lese-/Schreibgeschwindigkeit von 30 MB/s.

Das Unternehmen führte außerdem die Speicherplatte Lexar Air Portable SSD ein. Sie wiegt nur 17 Gramm und ist zirka so groß wie eine Hand. Man kann sie folgerichtig mittels Öse bequem etwa am Rucksack oder Stativ transportieren. Falls sie einmal herunterfällt: Laut Hersteller ist sie sturzsicher bis zu zwei Meter Höhe. Lexar gibt die Geschwindigkeiten mit bis zu 400 MB/s, die Speicherkapazitäten sind von 512 GB, einem TB und zwei TB.

Die Monitorhersteller richteten sich entweder an Event-Manager oder Spiele-Zocker, die hohe Bildwiederholraten benötigen. Spannend aufgrund seiner Maße ist der UltraSharp U5226KW von Dell. Abgesehen von seiner Größe enthält er allerdings keine bemerkenswerten Innovationen. Mit einer Diagonalen von 51,5 Zoll ist er der bisher größte UltraSharp-Monitor. Er bietet eine Auflösung von 6.144 mal 2.560 Pixel, was eine Pixeldichte von 129 ppi bewirkt. Natürlich machen ihn seien Anschlüsse offen für viele Geräte. Ein Thunderbolt-4-Hub wartet mit einer Leistung von bis zu 140 Watt auf. Zusätzlich gibt es eine separate Anschlussbox für USB-C (27 W) und USB A (10 W). Über den integrierten KVM-Switch (Keyboard, Video, Mouse) können bis zu vier Rechner gleichzeitig verbunden werden. Die Neuheit kostet 2.900 US-Dollar mit Standfuß und 2.800 US-Dollar ohne ihn.


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