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Deutscher Preis für Wissenschaftsfotografie

Kombination aus Fotografie und Computergrafik gewinnt

Zum elften Mal wurde der „Deutsche Preis für Wissenschaftsfotografie“ von der Zeitschrift „Bild der Wissenschaft“ und dem Düsseldorfer Pressebüro Brendel vergeben. Der Preis ist mit insgesamt 11.000 Euro dotiert. Aus über 100 Einsendungen wählte die Jury unter dem Vorsitz des renommierten Hamburger Fotografen Ronald Frommann die Preisträger aus.
Den Preis in der Kategorie „Einzelbild“ erhielt der in München lebende freie Fotograf Volker Steger. Er bekam die mit 4.000 Euro dotierte Auszeichnung für seine Idee, modernste Diagnosetechnik zu visualisieren. Das Foto zeigt, was der Radiologe ausblendet, und erhält dadurch seinen verstörenden Charakter. Nicht der Schädel blickt über das Panorama des Sees, sondern die Lichtverhältnisse des Sees beleuchten virtuell einen medizinischen Datensatz aus dem Computertomografen. „Cinematic Rendering“ heißt diese Technik, die ursprünglich aus den Animationsstudios Hollywoods stammt.Im Zuge seiner Masterarbeit beobachtete Tom Vierus eine mögliche Kinderstube von Haien vor den Fidschi Inseln. Der Student aus Bremen hat sieben Monate dort gelebt und junge Haie markiert, vermessen, mit Sendern versehen und fotografisch in beeindruckenden Bildern festgehalten. Die Dokumentation seiner Arbeit reichte er als Fotoserie ein – und gewann damit den Preis in der Kategorie Reportage.
In der Kategorie Mikro-/Makrofotografie wurde Anita Reinsch ausgezeichnet. Ihre Fotoserie zeigt Blüten und Pollen, die mit einem Rasterelektronenmikroskop aufgenommen wurden. Die skurrilen Formen sind in der Anmutung alter Stillleben in Szene gesetzt. Diese ungewöhnliche Idee hat ihr den Preis in Höhe von 2.000 Euro eingebracht.
Die Preisverleihung findet am 19. November 2016 ab 11 Uhr im Haus der Wissenschaft in Bremen statt. Dort werden die Bilder auch ausgestellt.


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