Experimentelles in Stuttgart
Die Mode "Müll-Mode" enthüllt den Massenmarkt
Billigmode wird so schnell produziert, dass manche Designs nicht einmal den Markt erreichen. Sie gehen von der Fabrik direkt auf dem Müll. Die Ausstellung "Fotografie trifft Nachhaltigkeit: 16 Positionen - eine Vision" dreht den Spieß um. Sie zeigt, wie aus Abfall Kunst wird, was einen Standpunkt klar macht: Sie plädiert dafür, Ästhetik und Verantwortung zu verbinden. Ausgangspunkt war eine Idee, die seit einiger Zeit als "Upcycling" bekannt wurde: Sie denkt das Weggeworfene neu - nicht als Müll, sondern als Material.
Designer entwarfen eigenständig Modeobjekte aus Recyclingmaterialien: Sie verwandelten Plastiktüten, Verpackungen, Altkleider, Papier, Draht oder Folien in individuelle Kreationen. In einem zweiten Schritt setzten Fotografen diese Stücke in Szene. Das Ergebnis sind kunstvolle Kompositionen, in denen sich Experimentierfreude, Nachhaltigkeit und Ästhetik miteinander verbanden.
Beteiligt waren Peter Uhlemann, Sigrid Birker-Groß, Tanja Hübner, Markus Sattler, Eva Kühl, Martin Bertsche, Elke Rietzler, Zoi Georgalidou, Jörg Seeger, Eva Krüger, Tobias Mundel, Frank Thomas Schick, Armin Eugster, Manuel Gomez Grande, Sandra Veit und Susanne Nieser. Sie einte der Wunsch, durch gemeinsamen Austausch und Diskussionen neue Impulse zu setzen.
- Vernissage: Samstag, 9. August 2025, 20 Uhr
- Dauer: 9. bis 29. August 2025
- Fotowerkstatt & Galerie Norbert Nieser, Stuttgart