Erstellt von FOTO HITS-Redaktion
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Facebook-Zensur II

Doisneau darf man nicht zeigen

Facebook hat bekanntlich eigenwillige Regeln, was Nacktheit angeht. Männerbrustwarzen etwa sind erlaubt, Frauenbrustwarzen böse. Nun traf es ein Foto der Fotografenlegende Robert Doisneau. Die Zensoren von Facebook löschten es von der FOTO HITS-Seite bei Facebook. Dort illustrierte es eine Meldung, die auf eine Ausstellung im Berliner Martin-Gropius-Bau hinwies.

Die Frage, in welchem Ausmaß Nacktheit im Web gezeigt werden solle, ist berechtigt und muss immer wieder diskutiert wird. Unerträglich bleibt aber der blinde Eifer, mit dem die Facebook-Zensoren selbst Klassiker wie die von Doisneau oder jüngst Nick Uts berühmtes Vietnam-Foto entfernen. In diesem Fall wendete sich Espen Egil Hansen, Chefredakteur der „Aftenposten“ persönlich an Mark Zuckerberg. Er warf ihm vor, dass Eingriffe wie die Bildersperrung ein Machtmissbrauch seien. In der Tat hat Facebook nicht darüber zu befinden, was kulturell wertvoll ist und was nicht publiziert werden darf. Facebook wollte im Zuge des „Aftenposten“-Skandals seine Standards weiter verbessern, um eine bessere Anwendung seiner Regeln sicherzustellen. Anscheinend ist es den Verantwortlichen nicht gelungen.  


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