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Foto-Avantgarde

Saarlandmuseum stellt Man Ray nach dem Exil vor

Man Ray (1890 bis 1976) gilt als einer der bedeutenden Surrealisten und Dadaisten. Bereits früh leistete er mit seinen Arbeiten einen wichtigen Beitrag für die Entwicklung der Fotografie hin zu einer Kunstform.

Die Moderne Galerie des Saarlandmuseums zeigt nun Arbeiten Man Rays insbesondere aus den Fünfzigerjahren. Diese entstanden nach Brüchen, die das Leben von Man Ray bestimmten: Der gebürtige US-Amerikaner mit jüdischen Wurzeln hatte in Paris große künstlerische Erfolge gefeiert.

Doch 1939, ein Jahr bevor das Vichy-Regime mit den Nationalsozialisten kollaborierte, musste Man Ray fliehen. Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrte er nach Paris zurück, konnte aber nicht an die frühere Anerkennung anknüpfen. Allerdings war er immerhin etwa 1960 auf der Photokina in Köln vertreten und das Los Angeles County Museum of Art würdigte ihn 1966 mit einer großen Retrospektive.

Die Ausstellung beleuchtet die enge Beziehung des Künstlers zu Otto Steinert und zu Saarbrücken zur damaligen Zeit. Die Ausstellung „Man Ray – Zurück in Europa“ ist noch bis zum 8. März 2020 geöffnet.


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