Erstellt von FOTO HITS-Redaktion
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Fotowettbewerb

Die Gewinner der Hasselblad Masters 2026 stellen sich vor

Die sieben Sieger der Hasselblad Masters 2026 wurden aus 70 Finalisten aus aller Welt ausgewählt. Sie ragten in den Kategorien Landschaft, Architektur, Porträt, Kunst, Street, Wildtiere und Projekt//21 heraus. 

Kalle Sanner, Executive Director at the Hasselblad Foundation and Grand Jury Chair, sagte: "Was die diesjährigen Einreichungen für die Hasselblad Masters mit seltener Konsequenz gezeigt haben, ist, dass die überzeugendste Fotografie nicht einfach nur dokumentiert, sondern konstruiert. Über alle Kategorien hinweg wirkten die stärksten Arbeiten gleichzeitig auf mehr als einer Ebene: auf den ersten Blick verständlich, und doch einer einfachen Interpretation entzogen. Es sind Bilder, die Aufmerksamkeit erfordern und sich umso mehr entfalten, je länger man sich mit ihnen beschäftigt. Was die Gewinner verbindet, ist das gemeinsame Verständnis, dass die wahre Kraft der Fotografie nicht darin liegt, was sie zeigt, sondern darin, was sie zurückhält, neu in Szene setzt und still beharrlich hervorhebt."

Sie erhalten eine 100-Megapixel-Mittelformatkamera von Hasselblad, zwei XCD-Objektive sowie einen auf 5.000 Euro aufgestockten Geldpreis. Die Gewinner nehmen zudem an einem Gemeinschaftsprojekt mit Hasselblad teil, wobei ihre Arbeiten im Jubiläumsband „Hasselblad Masters“ sowie über die weltweiten Kanäle von Hasselblad präsentiert werden. 

Die Sieger

Kunst, Yudha Kusuma Putera | Waste Colonialism (Sapi-Sapi Piyungan) | Indonesia

Auf der Mülldeponie Piyungan in Yogyakarta wird der Müll der Stadt von Müllsammlern sortiert und von Kühen gefressen, während er sich still und leise zu einem zweiten Hügel auftürmt. Putera fotografierte die Rücken dieser dicht gedrängt stehenden Kühe, deren Silhouetten die Landschaft aus Müll um sie herum widerspiegeln. Das Werk zielt nicht darauf ab, Schuld zuzuweisen, sondern lädt zu einer gemeinsamen Reflexion über den Müll ein, den wir produzieren, und über die Zukunft, die wir daraus gestalten.

Architektur, Kevin Boyle | DaySleeper | Movieland | Canada

Kevin Boyle wurde von den Weiten und den eng verbundenen Gemeinschaften der kanadischen Prärie geprägt. Nach dem Tod seines Vaters kehrte er in seine Heimat zurück, nur um festzustellen, dass die Orte, die er einst kannte, still und leer waren. Die preisgekrönte Serie besteht aus Fotomontagen, bei denen jeder Teil des Gebäudes mit Taschenlampen beleuchtet und in der Nachbearbeitung miteinander verschmolzen wurde, um ein ätherisches „Porträt“ einst bedeutender Treffpunkte zu schaffen. 

Porträt, Svetlana Jovanovic | Otherness | The Netherlands

Die prämierten Bilder sind Teil von „Otherness“, einem laufenden Langzeitprojekt, das sich mit eineiigen Zwillingen und der Spannung zwischen gemeinsamer Identität und individueller Präsenz auseinandersetzt. Obwohl Zwillinge so vieles gemeinsam haben, stehen im Mittelpunkt der Arbeit gerade die kleinen Unterschiede. 

Landschaft, Rohan Reilly | Ephemeral Visions | Ireland

Diese preisgekrönte Serie zeigt eine Reihe von Pappeln, die am Ufer des Po in Italien gepflanzt wurden und als natürlicher Schutz vor Überschwemmungen dienen. Nun stehen sie in vollkommen stillstehendem Wasser unter sanftem, diffusem Licht. Was einst eine rein funktionale Landschaft war, verwandelt sich in etwas Surreales und Traumhaftes. 

Project//21, Panitbhand Paribatra Na Ayudhya | Dwellers of the Night | Thailand

Panitbhand Paribatra Na Ayudhya ist ein junger Unterwasserfotograf und Taucher aus Thailand. Seine preisgekrönte Serie entstand in den Gewässern von Anilao auf den Philippinen, wo Meereslebewesen jede Nacht aus der Tiefe aufsteigen, um im Schutz der Dunkelheit nach Nahrung zu suchen. Mit langen Belichtungszeiten fing er die eleganten Bewegungen seiner Motive ein und setzte farbige Beleuchtung ein, um deren Formen und Schönheit hervorzuheben. Bei der Nasenmuräne zauberte ein diffuses, warmes Licht einen dezenten Sonnenuntergang hinter dem Motiv herauf.

Street, Gosse Bouma | Morning Ritual | The Netherlands

Boumas preisgekrönte Fotoserie, die in den Niederlanden entstand, widmet sich dem Straßenmarkt als Motiv – einem Ort, an dem sich Menschen jeden Alters und jeder Herkunft begegnen, ein paar Worte wechseln, Wärme miteinander teilen und dann weiterziehen. Indem er diese kleinen, gemächlichen Begegnungen festhielt, bewahrte Bouma etwas, das im heutigen Leben immer seltener wird: ein echtes Gefühl der Zusammengehörigkeit.

Wildlife, Alfred Minnaar | The Forest I Roam | South Africa

Die Aufnahmen einer winzigen Grundel, die inmitten von Korallen lebt, fordert unsere Wahrnehmung von Größenverhältnissen heraus. Anstatt sich ausschließlich auf den Fisch zu konzentrieren, nahm ihn der Fotograf als Bezugspunkt innerhalb einer viel größeren Welt. So wurde das Riff selbst zum Motiv und lädt die Betrachter dazu ein, sich in den winzigen Bewohner hineinzuversetzen.


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