Galerie CAMERA WORK in Berlin
Die DDR im Spiegel der Pressefotos von Thomas Billhardt
Begleitend zum Bildband "Augenblicke: DDR-Fotografien 1956–90" von Thomas Billhardt präsentiert die Galerie CAMERA WORK die gleichnamige Ausstellung. Billhardt war einer der bekanntesten Reportagefotografen der Nachkriegszeit. Unter anderem zeigte er den Alltag im real existierenden Sozialismus oder dokumentierte Weltpolitik in den Jahren 1956 bis zur Wiedervereinigung Deutschlands im Jahr 1990. Aus seinem reichen Fundus sind 20 ausgewählte Fotografien zu sehen.
Für Thomas Billhardt (geboren 1937 in Chemnitz) spielte Fotografie früh eine wichtige Rolle. Als er 14 Jahre alt war, begann seine Mutter, die als Fotografin tätig war, ihn auszubilden. Anschließend studierte er bis 1957 an der Fachschule für angewandte Kunst in Magdeburg. Erste praktische Erfahrungen sammelte er zu Beginn seiner Karriere als Werksfotograf im Braunkohletagebau in Großkayna, bevor er als Verlagsfotograf beim Postkartenverlag Bild und Heimat eingestellt wurde. Zeitgleich begann er sein Studium zum Fotografiker und Fotodesigner an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig.
Die folgenden Jahre arbeitete er freischaffend. Später wurde Thomas Billhardt als Arbeitsgruppenleiter bei der Deutschen Werbeagentur engagiert. So hatte er die Möglichkeit, als Reportagefotograf in über 50 Länder zu reisen. Weltberühmt wurde er mit seinen Fotografien vom Vietnamkrieg in den 1960er Jahren, 1988 waren seine Arbeiten Bestandteil der UNICEF-Ausstellung "Kinder der Welt" in New York.
- Augenblicke: DDR-Fotografien 1956–90
- 13. Dezember 2024 bis 1. Februar 2025
- CAMERA WORK Berlin