Hasselblad Award 2025
Sophie Ristelhuebers einzigarte Erzählweise geehrt
Die Hasselblad Foundation wählte Sophie Ristelhueber als Siegerin des Hasselblad Award 2025 aus. Er ist mit 2.000.000 Schwedischen Kronen (etwa 183.000 Euro), einer Goldmedaille und einer Hasselblad Kamera dotiert. Die Preisträgerin wird zudem mit einer Einzelausstellung im Hasselblad Center in Göteborg sowie einer Reihe von Veranstaltungen während der Hasselblad Award Week geehrt.
Seit über 45 Jahren dokumentiert Ristelhueber auf einzigartige Weise die Konflikte im Libanon, Kuwait, dem ehemalige Jugoslawien, Irak und Westjordanland. Die 1949 geborene Fotografin studierte eigentlich Literatur an der Sorbonne. Dort übernahm sie eine Erzählweise, die Ereignisse mit Fragmenten erzählt. Sie fangen beispielsweise Details menschlicher Präsenz und Aktivität ein, was sensationsheischende Darstellungen ausschließt. Die so entstandenen Künstlerbücher enthalten unter andere Textfragmente, die die visuelle Erzählung ergänzen. Insgesamt erzeugen diese Collagen eine hohe emotionale Dichte.
Sophie Ristelhueber über ihre Werke: "Wie Sie wissen, stirbt man nicht daran, dass man nicht geliebt wird, sondern daran, dass man nicht geglaubt wird", pflegte ein alter Freund von mir zu sagen, als wir über den Zustand des Künstlers sprachen. Es geht darum, dass wir alles aufs Spiel setzen, dass wir neue Muster erfinden, ohne zu wissen, ob sie jemals einen Nachhall erzeugen. Und deshalb hat dieser renommierte Preis für mich als Künstlerin eine so große Bedeutung.
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