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Helen Levitt

Spurensuche im Asphaltdschungel

Wer Fotos enträtseln will, muss manchmal weit denken und tief graben. Im Fall von Helen Levitt (1913 bis 2009) findet man Hinweise auf Graffitikunst, Surrealismus und vieles mehr. All diese Komponenten tragen dazu bei, dass ihr Werk noch immer wegweisend für die Street Photography ist.

Bei dem flüchtigen Genre ist ein Fotograf auf glückliche Zufälle angewiesen. Damit aus ihnen allerdings ein bleibendes Meisterwerk entsteht, musste eine Künstlerin wie Levitt innerhalb eines Wimpernschlags alles geben, was sie zu bieten hatte. Die Amerikanerin besaß diese seltene Gabe, die sie zu einer der bedeutendsten Vertreterinnen dieses Genres machte. 

Noch bis zum 27. Januar 2019 kann man die Ausstellung in den Tietze Galleries der Albertina Wien besuchen. Begleitend erschien ein  empfehlenswerter Bildband. Über Levitt wurde relativ wenig publiziert, daher sind die zirka 40 Seiten Erläuterungen und die Werkübersicht umso wertvoller – und das nicht nur für Street-Fotografen. 

Walter Moser, Albertina, Wien (Hrsg.): Helen Levitt. Kehrer 2018, Hardcover, 232 Seiten, ISBN 978 3 86828 876 6, Preis: 39,90 Euro


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