Erstellt von FOTO HITS-Redaktion
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Höhepunkt für Fotobücher

Das Leipzig Photobook Festival lädt ein

Kommenden März findet das Leipzig Photobook Festival zum fünften Mal statt. Das internationale Ereignis feiert die Buchkunst und betrachtet, wie sie auch heute wichtige Impulse gibt. 

Die diesjährige Ausgabe widmet sich dem Thema „Power / Fragility“, also Kraft und Zerbrechlichkeit. Erstere zeigt sich sowohl in der Großmachtpolitik als auch in kleine Gesten, in denen Menschen sie verinnerlichen oder sich widersetzen. Zerbrechlichkeit wiederum erscheint dabei nicht bloß als Schwäche, sondern auch als produktive Kräfte: Was zerbricht, eröffnet neue Perspektiven; was ins Wanken gerät, kann zu unerwarteter Erneuerung führen. Zwischen diesen beiden Polen "Power / Fragility" entfaltet sich ein Spannungsfeld, das auch ein Foto beeinflusst. Drei Glanzlichter des Festivals sind:

  1. Die schwedische Fotografin Lina Scheynius prägte eine Bildsprache, die Intimität, Körper und Nähe behandelt. Trotz ihrer internationalen Berühmtheit wird sie regelmäßig von Instagram zensiert oder heimlich blockiert. Dies beschneidet nicht nur ihre Reichweite, sondern legt auch die Macht digitaler Plattformen offen. In ihren Arbeiten zeigt sie, wie sie trotzdem ihre künstlerische Freiheit behauptet.
  2. Der indische Fotograf Arko Datto dokumentierte zwischen 2017 und 2020 die schwindenden Mangrovenwälder und steigenden Wasserspiegel der Sundarbans in Indien: Dort erleben 300 Millionen Bewohner des Deltas schon jetzt den täglichen Alptraum des Klimawandels. Mit hartem Blitzlicht fotografiert Datto  die fragile Existenz von Gemeinschaften, deren Macht angesichts der Klimakrise schwindet, während sie gleichzeitig um ihre Würde und ihr Überleben kämpfen.
  3. Eine Diskussion steckt die Möglichkeiten ab, die Bildreportagen (visuelles Storytelling) haben, um globale Debatten über Menschenrechte, Gerechtigkeit und andere Lebensrealitäten zu prägen. Im Besonderen wird die Rolle von Bildern als Mittel zum gegenseitigen Verständnis erörtert. Es sprechen: Antoine d’Agata (Fotograf), Emin Özmen (Fotograf), Asle Olsen (Director des Nobel Peace Center), Moderation: Andrea Holzherr (Magnum Photos). Die Veranstaltung trägt den Titel "Framing the Fragility of Peace".

Unter der Leitung und künstlerischen Konzeption von Calin Kruse und künstlerischer Co-Konzeption von Jenny Starick finden außerdem Präsentationen, Gespräche, Fotobuch- und Fotoausstellungen, Filmvorführungen, Portfolio-Reviews, Projektionen, Lehrgänge und mehr statt. Weitere Informationen zum Programm gibt der untenstehende Link. Die wesentlichen Daten in Kürze:

  • 5. Leipzig Photobook Festival – “Power / Fragility”
  • Laufzeit: 7. – 8. März 2026 | Öffnungszeiten: jeweils 10 – 19.00 Uhr
  • Ort: HALLE 14 - Zentrum für zeitgenössische Kunst in der Leipziger Baumwollspinnerei, Spinnereistraße 7, 04179 Leipzig

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