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Kunst von Günter Brus

Störungszonen

Der 1938 in Graz geborene Günter Brus hat er ein mannigfaches Œuvre erarbeitet. Nun wird vom 12. März bis 6. Juni 2015 erstmals sein Gesamtwerk im Berliner Martin-Gropius-Bau gezeigt, denn Brus hat dort lange Zeit gelebt und die Kunstszene der Stadt maßgeblich beeinflusst. Die umfassende Schau führt unter dem Titel „Störungszonen“ durch sein Gesamtwerk, setzt aber Schwerpunkte dazu. Gezeigt werden Filme, Fotos, Dokumente und zahlreichen Zeichnungen. Sie vermitteln einen lebendigen Eindruck des künstlerischen Umfeldes, aus dem seine Kunst entstanden ist.

Brus ist Vertreter des „Wiener Aktionismus“ hat zu Beginn der 1960er Jahre die Malerei nicht nur in den Objektbereich expandiert, sondern ins Körperliche. Mit den „Selbstbemalungen“ hat Brus entscheidend an der performativen Wende in Literatur und Bildender Kunst mitgewirkt. 1970 findet die letzte Aktion „Zerreißprobe“ in München statt. Nach einer gerichtlichen Verurteilung zu einer Haftstrafe wegen „Herabwürdigung österreichischer Symbole und Verletzung der Sittlichkeit und

Schamhaftigkeit“ in Wien, flieht Brus ins Exil nach West-Berlin. Hier entstehen zwischen 1969 und 1975 nicht nur eminent wichtige Werke mit denen er zur documenta 5, 1972 und nochmals zur documenta 7, 1982 eingeladen wird. Im Restaurant „Exil“ in Berlin- Kreuzberg entstand in den 1970er Jahren ein kreativer Kosmos, der bis heute Auswirkungen in die Künstlerszene hat.


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