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Panasonic GH5 II und GH6

Doppelte Nachfolge

Panasonic kündigt heute zwei neue Kameras an, die beide die Nachfolge der GH5 antreten werden. Das Unternehmen teilt damit die Zielgruppe dieses Micro-Four-Thirds-Systems auf: Die GH5 II gilt mit überarbeitetem Sensor, verbessertem Autofokussystem und umfangreichen Funktionen für Live-Streaming als Weiterentwicklung der GH5, die sich speziell an YouTuber, Vlogger und ähnliche Anwender richtet. Sie wird kurzfristig verfügbar sein. Die gleichzeitig angekündigte GH6, über die der Hersteller noch nicht viel verraten hat, wird als Top-Kamera für hochwertige Filmproduktionen konzipiert sein und soll bis Ende des Jahres 2021 auf den Markt kommen.

Die neue GH5 II erlaubt nun unlimitierte 4K-Aufnahmen bei 60 Bildern pro Minute und im Format 4:2:0 und zehn Bit, wenn die Filme intern aufgezeichnet werden. Extern ist eine 4:2:2-Ausgabe bei zehn Bit über die HDMI-Schnittstelle möglich, die simultan zur internen Aufnahme genutzt werden kann. Die Panasonic-Neuvorstellung nimmt jetzt serienmäßig V-LOG-Filme auf, dies ist nun also ohne Installation einer kostenpflichtigen Firmware-Erweiterung möglich.

Der MFT-Sensor der GH5 II liefert weiterhin eine Bildauflösung von 20 Megapixel, wurde aber überarbeitet und besitzt eine Anti-Reflex-Vergütung. Im Zusammenspiel mit der ebenfalls verbesserten Datenverarbeitung durch den Venus-Engine-Bildprozessor soll die Kamera einen höheren Dynamikumfang erreichen.

Das duale Bildstabilisierungssystem über fünf Achsen, das eine Bildberuhigung per Sensorverschiebung und einem Stabilisator im Objektiv kombiniert, erreicht jetzt 6,5 Blenden längere Verschlusszeiten. Das AF-System wurde ebenfalls überarbeitet und erkennt in Echtzeit Menschen und Tiere, ihre Gesichter und ihre Augen. So soll eine präzisere automatische Fokussierung erreicht werden, die vergleichbar zu der der Panasonic Vollformatkamera S5 ist.

Weitere Verbesserungen der GH5 II betreffen etwa den berührungsempfindlichen Monitor, der eine höhere Leuchtkraft und bessere Farbwiedergabe erreichen soll. Zudem bietet die GH5 umfangreiche Funktionen, um Videos per Smartphone-Anbindung live im Internet zu streamen. Ein bereits angekündigtes, aber zeitlich nicht exakt terminiertes Firmware-Update soll später das kabelgebundene IP-Streamen (per USB-Tethering) in höherer Qualität erlauben.

Für das weitere Jahr 2021 wird es dann mit der GH6 noch einmal spannend. Das parallel angekündigte neue Flaggschiff der G-Serie wird einen gänzlich neu entwickelten Sensor besitzen, über dessen Spezifikationen Panasonic noch nichts verraten hat. Auch der Bildprozessor der GH6 wird in einer stark veränderten und verbesserten Version eingesetzt werden. Die Kamera soll damit 4K-Filme mit zehn Bit Farbtiefe und mit bis zu 120 Bildern pro Sekunde aufnehmen können. Im 60p-Modus zeichnet sie Zehn-Bit-Filme mit einer 5,7K-Auflösung auf. Selbst während einer 4K-Aufnahme mit einer Farbunterabtastung von 4:2:2, zehn Bit und bei 60 Bildern pro Sekunde soll die GH6 eine zeitlich unbegrenzte Videoaufzeichnung ermöglichen – also nicht wegen zu hoher Betriebstemperatur vorzeitig abschalten.

Genaue Erscheinungstermine und auch die unverbindlichen Preisempfehlungen der GH5 II und der GH6 hat Panasonic noch nicht genannt. Von der GH6 existiert bislang nur ein Produktfoto, das sie halb verdeckt zeigt (siehe Bild 4 in den Abbildungen).


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