Rijksmuseum Amsterdam
Die "American Photography" im grandiosen Überblick
Das Rijksmuseum in Amsterdam präsentiert eine bemerkenswerte Übersicht amerikanischer Fotografie. Mit über 200 Werken beleuchtet "American Photography" deren reiche Geschichte seit dem 19. Jahrhundert.
Das Museum baute in den vergangenen Jahrzehnten eine eindrucksvolle Sammlung auf. Diese wird nun – ergänzt durch Leihgaben aus über 30 niederländischen, europäischen und amerikanischen Sammlungen – erstmals gezeigt. Neben ikonischen Werken von Robert Frank, Lisette Model, Nan Goldin, Richard Avedon, Andy Warhol, Paul Strand, Diane Arbus und James Van Der Zee sind auch überraschende Entdeckungen zu sehen.
Die Ausstellung ist geordnet nach Themen wie American Dream, Landschaft und Porträts. In diesen Rahmen zeichnet sie nach, wie Künstler die Veränderungen in ihrem Land reflektierten. Ein weiterer Aspekt befasst sich mit der Fotografie als Kunstform, die sich ab Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelte. Gezeigt werden - angefangen mit einer seltenen Daguerreotypie aus dem Jahr 1850 - Fotografien von Paul Strand, Charles Sheeler, Dawoud Bey, Ming Smith, Sarah Sense, Aaron Siskind, Sally Mann und Irving Penn.
Protest-Kunst
Zeitgleich mit American Photography präsentiert die Fotogalerie des Rijksmuseums die Serie "Painting the Town" von Carrie Mae Weems aus dem Jahr 2021. In ihrer Arbeit erforscht Weems, was es bedeutet, Zeitzeuge der Geschichte zu sein.
Auf den ersten Blick erinnern Weems Bilder an abstrakte Gemälde. Es handelt sich jedoch um Fotografien, die in ihrem Geburtsort Portland entstanden. Denn während der Black-Lives-Matter-Proteste schrieben Demonstrierende Texte auf Bretter, die als Vorsichtsmaßnahme zur Verbarrikadierung von Schaufenstern dienten. Auf behördliche Anordnung wurden die Botschaften durch großflächiges Auftragen von Farbe unleserlich gemacht. Als unfreiwilliger Nebeneffekt gerieten sie zu Kunstwerken.
- American Photography
- Rijksmuseum in Amsterdam
- 7. Februar - 9. Juni 2025