Sachlich Neu
„Neue Sachlichkeit“ feiert Jubiläum in Mannheim
Die Plattitüde „Kunst kommt von Können“ hätten Vertreter der „Neuen Sachlichkeit“ durchaus bejaht. Sie sahen sich als Grenzgänger zwischen Kunst und Handwerk, wobei sie Letzteres bevorzugten. Trotz ihrer Nüchternheit inspiriert die Stilrichtung auch heute noch. Davon kann man sich in der Mannheimer Ausstellung überzeugen. Ab September 2024 zeigt sie die beiden wichtigsten Fotografen der Neuen Sachlichkeit: August Sander und Albert Renger-Patzsch. Ihren Werken werden Foto-Ikonen des preisgekrönten Fotografen Robert Häusser entgegengestellt.
Die Hochphase der „Neuen Sachlichkeit“ währte kurz: Sowohl die nationalsozialistische als auch die kommunistische Partei griffen sie an. Die einen setzten völkischen Kitsch dagegen, die anderen behaupteten sich als einzig gültige Avantgarde. In diesem Kulturkampf ging die Stilrichtung etwas unter. Doch wurde sie in einigen wenigen Ausstellungen präsentiert, unter anderem 1925 und 1935 in Mannheim.
- 22.9.2024 – 27.4.2025
- Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim