Erstellt von FOTO HITS-Redaktion
| Kategorien:  Events  

Sofortbilder zwischen Kunst und Handwerk

Die Gruppenausstellung „Polaroids“ zeigt die Möglichkeiten des Materials

Am 6. März 2025 beginnt in der Berliner Helmut Newton Stiftung die Gruppenausstellung „Polaroids“. Sie präsentiert Sofortbilder von Helmut Newton sowie die von zahlreichen Kollegen und Kolleginnen. Die in den 1960er-Jahren noch revolutionäre Technik diente ihnen nicht nur dazu, Knipsbilder zu schießen. Vielmehr schätzen sie mit ihrer Hilfe die Lichtsituation und Gesamtkomposition ab, wofür sie spezielle Rückteile in ihre (Mittelformat-)Kameras einsetzten. Daher bieten die gezeigten Fotos auch spannende Einblicke, wie so manches Kunstwerk entstand.

Helmut Newton sah Polaroids freilich nicht nur als Vorstudien, sondern signierte sie auch als eigenständige Werke. Zudem widmete er ihnen 1992 ein eigenes Buch, 2011, also posthum, erschien ein zweites.

In der aktuellen Gruppenausstellung werden Newtons Polaroids durch Werke von mehr als 60 weiteren Fotografen und Fotografinnen ergänzt. Unter anderem öffnete OstLicht Wien hierfür ihr Polaroid-Archiv, aus dem Kurator Matthias Harder frei wählen konnte. 

Beispielsweise lichtete Pola Sieverding mit ihrer kleinformatigen SX-70 Polaroid „Valet“ männliche Wrestler ab. Ihr italienischer Kollege Maurizio Galimberti wiederum ordnete seine Polaroids zu Mosaiken an, in denen er Motive wie etwa ein Gebäude in Facetten aufteilte. Marike Schuurman nutzte übersäuerte Tümpel, wie sie im Braunkohlerevier in der Lausitz entstanden. Mit ihrer Polaroid SX-70 fotografierte sie diese und tauchte die Aufnahmen hinein, was deren Farben radikal veränderte. Die Serie trägt den passenden Namen „Toxic“.

  • Die Ausstellung findet im Rahmen des EMOP Berlin 2025 (European Month of Photography) statt
  • Eröffnung: 6. März 2025, 19 Uhr
  • Laufzeit: 7. März bis 27. Juli 2025
  • Helmut Newton Stiftung Berlin

Anzeige
Anzeige
Anzeige