Erstellt von FOTO HITS-Redaktion
| Kategorien:  Literatur  

Verlockende Fotos

Ein Bildband birgt das Unfassbare

Die Namen im Bildindex des Bands „Allure“  liest sich wie ein „Who is Who“ der Fotografiegeschichte. Die Schweizerin Susanne von Meiss sammelt seit den 1950er Jahren Fotografien mit dem speziellen Fokus auf „Allure“. Damit umschreibt sie etwas schwer Fassbares. Sie sucht nach Motiven, die einen packen, sei es ein intensiver oder flüchtiger Blick auf der Straße oder ein Gesicht in der Menge. Dabei reißt Susanne von Meiss die Mauern zwischen Genres nonchalant ein. Auch zeitlich und geografisch lässt sie sich nicht von Grenzen aufhalten. So wuchs ihre Sammlung auf 400 Werke aus den 1920er Jahren bis heute an.

Der Bildband erschien zur Ausstellung im Berliner Amerika Haus, die bis Mitte September 2016 zu sehen war. Unter den  vorgestellten Künstlern befinden sich namhafte Persönlichkeiten wie Henri Cartier-Bresson, Peter Lindbergh, Diane Arbus, Anton Corbijn, Esther Haase, August Sander, F.C. Gundlach und Greg Gorman. Dabei sind es meist nicht deren ikonischen Bilder, sondern unbekanntere, die aber nicht weniger Ausstrahlungskraft besitzen. 

Ihnen allen gemein ist die nicht fassbare Aura, die ihre Fotografien umgibt und den Betrachter sofort in ihren Bann zieht – eben das Unbeschreibliche, das Susanne von Meiss als „Allure“ bezeichnet.

Collection Susanne von Meiss: Allure. Kehrer Verlag 2016, Hardcover, 256 Seiten, 58 Farb- und 121 Duplexabbildungen, ISBN 978 3 86828 713 4, Preis: 48 Euro


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