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| Kategorien:  Literatur  

Weite Felder

Thomas Struth denkt in Bildern

Thomas Struth versteht sich selbst nicht als Fotograf, sondern als Künstler, der mit Fotografie arbeitet. Der Bildband erlaubt Einblicke in seine Arbeit und blickt zurück auf 40 Jahre Kreativität.

Struth versucht immer wieder, das Ungesehene und Unbemerkte in seinen Fotografien in den Vordergrund zu rücken, um so zu überraschen, zum Nachdenken anzuregen und zu polarisieren. Seine Arbeiten sind dementsprechend Studien, die über die Jahre nicht nur ein Genre bedienten. Vielmehr finden sich darin neben Landschaftsbildern auch Stadtansichten, Porträts, Gruppenfotos und Stillleben. Nicht wenige von ihnen haben das Potenzial, ganze Philosophenzirkel zu ausgiebigen Diskussionen anzuheizen. Struth bedient sich bei der Aufnahme seiner Werke zwar modernster Technik, setzt aber bei der Bildgestaltung auf die Bildtheorie der Malerei. Als Motive sucht der Künstler nach universellen Themen unserer Zeit und verknüpft sie oft mit seinen humanistischen Ansichten.

Thomas Weski und Ulrich Wilmes (Hrsg.):Thomas Struth. Schirmer Mosel 2017, Softcover, 320 Seiten, ISBN 978 3 82960 798 8, Preis: 58 Euro