Wetterfotograf des Jahres
Royal Meteorological Society belohnte die besten Wetterbilder
Alle reden vom Wetter - Fotografen nicht. Sie lichten es nur ab und gewinnen sogar Preise. So auch der Weather Photographer of the Year 2024. Die Royal Meteorological Society ermittelte aus 25 Finalisten aus 84 Ländern die Sieger.
- Den Titel holte sich Wang Xin aus Shanghai, China. Sein Gewitterbild nannte er „Sprites Dancing in the Dark Night“ (Kobolde tanzen in der dunklen Nacht). Er wurde mit 5.000 englischen Pfund belohnt.
- Der zweite Platz ging an Andy Gray aus Matlock, Großbritannien. Sein Foto „Hoarfrost Heaven“ zeigt Raureif über dem Derwent Valley in Großbritannien. Ein Juror sagte darüber: „Je länger man darauf starrt, desto mehr sieht man“.
- Der Drittplatzierte ist Jamie Russell von der Isle of Wight. In „Evening Shower Over the Needles" hielt er Regenschauer über einer Felsformation – genannt „die Nadeln“ - fest. Er sagte über sein Werk: „Etwa 20 Meilen nordnordwestlich von uns entwickelten sich einige große Schauer. Da wir wussten, dass sie die Needles überqueren und einen Regenbogen bilden könnten, sprangen wir bei Colwell Bay in unser Boot und brachten uns mit der Kamera in Position.“
- Als Smartphone Weather Photographer of the Year Winner ging Nur Syaireen Natasya Binti Azaharin aus Selangor, Malaysia hervor. Eigentlich wollte er bei einem Indonesien-Urlaub einen schlichten Sonnenuntergang fotografieren, doch ging er mit rauchenden Vulkanen nach Hause. Die Jury lobte die Subtilität der Aufnahme und würdigte die Kombination aus den Kurven der Landschaft und des Baums. Nur Syaireen Natasya Binti Azaharin wird mit 2.500 englischen Pfund belohnt.
- Die Zweitplatzierte in dieser Kategorie war Lesley Hellgeth aus Mount Vernon (USA). Sie schoss das Foto „African Dust Over Athens“ (Afrikanischer Staub über Athen), das den Einfluss des Saharastaubs auf Athen im April 2023 offenbart.
- Der dritte Platz ging an Peter Reinold aus Kent, USA. Er hielt sein Fotohandy während einer turbulenten Landung auf dem internationalen Flughafen Seattle-Tacoma ruhig, um diesen kreisförmigen Regenbogen einzufangen.
- Als Young Weather Photographer of the Year wurde Angelina Widmann aus Bregenz, Österreich gekürt. Während Madame Butterfly auf der Bodensee-Bühne sang, porträtierte sie diese hinter ihrem künstlichen Wasservorhang. Dafür erhielt sie 750 englische Pfund.
- Der zweite Preis für junge Wetterfotografen geht an Ellis Skelton aus Eastbourne, UK, für sein Foto „Saturated Earth and Sky's Promise“, ein Panoramabild des Cuckmere Valley in East Sussex. Die Jury bemerkte, dass das Foto zwei Jahreszeiten zu enthalten scheint: Sommer auf der linken und Herbst auf der rechten Seite.
- Der Young Weather Photographer auf dem dritten Platz schließlich ist Lincoln Wheelwright of Texas, United States, mit „Fire and Ice“. Als ein Gewitter aufzog, schnappte sich Lincoln seine Kamera und machte dieses Bild von seinem Haus in Austin, Texas. Der Golf von Mexiko erwärmt sich aufgrund des Klimawandels rasch, was die Zufuhr feuchter Luft erhöht und das Potenzial für intensive Stürme in der Region steigert.
Damit nicht genug, wurden die besten Fotografen des „Climate Award“ ermittelt. Es wurde geschaffen, um die Auswirkungen des Klimawandels zu verdeutlichen.
Der Gewinner des ersten Standard Chartered Climate Award ist Gerson Turelly aus Brasilien für das Foto „Rudern“. Dieses beeindruckende Bild zeigt das Zentrum von Porto Alegre, Brasilien, während der verheerenden Überschwemmungen in im Frühjahr 2024. Auf diesem Bild hat sich eine Straße in einen Wasserweg verwandelt, auf dem ein junger Mann mit seinem Kajak paddelt. Er war zu den am schlimmsten betroffenen Gebieten unterwegs, um Menschen zu retten. Gerson gewinnt einen Geldpreis von 1000 englischen Pfund. Zudem wurde er zum Publikumsliebling gekürt.