Erstellt von FOTO HITS-Redaktion
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Zeiss Photography Awards 2017

Kevin Faingnaert aus Belgien gewinnt

Der Belgier dokumentierte das Leben auf den Färöer-Inseln und zeichnet das Bild einer Kultur, die es vielleicht nicht mehr lange geben wird. Er begeisterte damit die internationale Jury der „Zeiss Photography Awards 2017“, die ihn für seine Fotostrecke „Føroyar“ auszeichnete.

In der Begründung der Jury liest sich das so: „Kevins Serie ist auf wundersame Art perfekt“, sagt Claire Richardson, Bildredakteurin beim Lonely Planet. „Dramatische Landschaften wechseln sich mit einfühlsamen Porträts ab. Zusammengehalten wird alles durch sanfte Farben, die den Betrachter sofort in das Geschehen ziehen. Das Objektiv hält den Alltag in diesen abgelegenen Dorfgemeinschaften fest, zeigt das Fußballspiel im Ort genauso wie einen Mann, der allein in der Kirche Besinnung sucht.“

Die Inseln gehören zur dänischen Krone und liegen im Nordatlantik zwischen den Britischen Inseln, Norwegen und Island. „Die Färöer sind mir sehr offen und neugierig begegnet“, erzählt Faingnaert, der einen Monat unter den Einheimischen lebte. Zum Dank machte er ihnen Frühstück, half beim Schneeschippen und fuhr mit den Fischern hinaus aufs Meer. Auf seinen Streifzügen kam er an kleinen Dörfern vorbei. „Vor einigen Jahrzehnten lebten dort hunderte Menschen, heute sind es oft nur noch fünf oder zehn, weil die jungen Leute in die Städte ziehen, wo sie sich bessere Chancen erhoffen. In ihrer Heimat sehen sie keine Zukunft mehr.“

Für die „Zeiss Photography Awards 2017“ haben Fotografen aus 130 Ländern insgesamt 30.000 Bilder eingereicht, die das Wettbewerbsthema „Bedeutungsvolle Orte“ in Fotos umsetzen sollten.

Faingnaerts Gewinnerserie und ausgewählte Fotos aus dem Wettbewerb werden bei der Ausstellung der „Sony World Photography Awards – Martin Parr 2017“ im Londoner Wahrzeichen Somerset House vom 21. April bis 7. Mai 2017 gezeigt.


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