Test: BenQ PV3200U

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Viel Platz für kreative Ideen

Beim BenQ PV3200U handelt es sich um einen 32-Zoll-4K-Monitor für ambitionierte Foto- und Videografen zum attraktiven Preis. Wir überprüften ihn und zeigen, wie gut sich Bedienung, Ausstattung und Workflow-Integration im Alltag schlagen.

Text: Thomas Probst

Mit dem PV3200U bringt BenQ einen 32 Zoll großen 4K-Monitor mit 3.840 mal 2.160 Pixeln auf den Markt, der sich an kreative Anwender richtet. Mit einer Bildschirmdiagonalen von 81,3 Zentimetern und einem Preis von rund 800 Euro spricht er vor allem ambitionierte Foto- und Videografen sowie Content-Creator an, die Wert auf eine zuverlässige und möglichst farbtreue Darstellung legen.

Der Monitor positioniert sich deutlich zwischen klassischen Office-Displays und deutlich teureren High-End-Grafikmonitoren. Für alle, die mehr als den Standard wollen, aber nicht gleich vierstellige Summen investieren möchten, könnte der BenQ PV3200U genau die richtige Wahl sein.

Technische Daten

  • Auflösung: 3.840 × 2.160 Pixel, 5K 
  • Bilddiagonale: 81,28 cm (32 Zoll)
  • Helligkeit: 350 Nits, 450 Nits (HDR)
  • Ansichtswinkel (L/R): 178°/178°
  • Kontrast: 1.000:1
  • Farbraum: 100% sRGB, 100% Rec.709, 95% DCI-P3
  • HDR: HDR10; VESA Display HDR 400 
  • Anschlüsse: 3 × HDMI (v2.0), 3 × USB 3.2 Gen1, 1 × USB-C PD (65 W)
  • Größe: bis zu 57,8 × 76,1 × 21 cm
  • Gewicht: 8,73 kg

Preis: 800 Euro

Internet: benq.eu/de-de

BenQ PV3200U
Flexibel: Der PV3200U lässt sich an verschiedene Arbeitssituationen anpassen.
BenQ PV3200U
Man kann ihn neigen, schwenken und in der Höhe verstellen.

M-Book-Modus und clevere Extras

Im Zentrum des PV3200U steht ein 4K-IPS-Panel, das für eine möglichst präzise Farbwiedergabe ausgelegt ist. Der Monitor deckt 100 Prozent des sRGB- und des Rec.709-Farbraums ab und bietet darüber hinaus eine hohe Abdeckung des Display-P3-Farbraums. Damit eignet er sich für die klassische Fotobearbeitung, die Video-Prozessierung und allgemein für moderne Apple-Umgebungen. Das ist von Vorteil für Anwender, die ihre Inhalte häufig für verschiedene Ausgabemedien produzieren.

Ein besonderes Augenmerk legt BenQ auf die Zusammenarbeit mit macOS-Geräten. Der integrierte „M-Book“-Modus sorgt dafür, dass Farben und Helligkeit möglichst nah an die Darstellung eines MacBook-Displays angepasst werden. Gerade im Zusammenspiel mit Apple-Hardware ist das ein spürbarer Vorteil, da lästiges Nachjustieren entfällt und ein konsistentes Bild über die eingebundenen Geräte gewährleistet ist.

Zur Ausstattung gehören neben USB-C mit Ladefunktion auch mehrere HDMI-Ports. Für den Ton setzt BenQ auf integrierte 2.1-Kanal-Lautsprecher inklusive Subwoofer. Diese liefern zwar keine HiFi-Qualität, sind aber für Schnittkontrollen, Präsentationen oder den schnellen Audio-Check absolut ausreichend. Ein weiterer Pluspunkt ist der kabellose Hotkey Puck, mit dem sich zentrale Monitorfunktionen bequem steuern lassen. Gerade im kreativen Workflow, in dem häufig zwischen verschiedenen Einstellungen gewechselt wird, kann das die Bedienung deutlich beschleunigen.

BenQ PV3200U
Anschlüsse: Mit HDMI, USB-C, USB-A und Kopfhöreranschluss bietet der Monitor zahlreiche Optionen für Geräte und Zubehör.

Praxiseindrücke

Im Praxistest überzeugt der BenQ PV3200U mit seiner unkomplizierten Einrichtung. Über das mitgelieferte USB-C-Kabel war der Monitor innerhalb weniger Sekunden mit einem MacBook Pro verbunden und wurde sofort erkannt. Die weitere Konfiguration, beispielsweise die Anordnung der Displays oder die Skalierung der Darstellung, erfolgt direkt über die macOS-Einstellungen und ist entsprechend schnell erledigt.

Ein besonders praktisches Detail für den Alltag ist die Stromversorgung über USB-C. Wenn im Monitor-Menü die Funktion „Dauerhaftes Laden“ aktiviert ist, wird das angeschlossene MacBook direkt über den Monitor mit Energie versorgt. Das erspart nicht nur ein zusätzliches Netzteil, sondern sorgt auch für einen aufgeräumteren Arbeitsplatz.

Neben der USB-C-Verbindung lassen sich bis zu drei weitere Geräte per HDMI anschließen. In Kombination mit den Funktionen Picture-in-Picture (PiP) und Picture-by-Picture (PbP) können mehrere Signalquellen gleichzeitig dargestellt werden. Diese Funktion ist vor allem für Multitasking oder zur Kontrolle der verschiedenen Quellen interessant. Der kabellose Hotkey Puck erwies sich im Test als sehr praktisch. Nach dem Einlegen der Batterien wurde er automatisch erkannt und war sofort einsatzbereit. Die Bedienung ist intuitiv: Drei Direktwahltasten ermöglichen den schnellen Wechsel zwischen Farbmodi – beispielsweise M-Book, Display P3 und Rec.709.

BenQ PV3200U: Hotkey Puck
Der Hotkey Puck erleichtert die Steuerung: Einstellungen und Modi lassen sich schnell und präzise ohne Menüsuche anpassen.

Über die Infotaste gelangt man ins Menü des Monitors, das sich mit dem Drehrad präzise steuern lässt. Ist das Menü geschlossen, können mit dem Drehrad bequem Helligkeit oder Lautstärke angepasst werden.

Auch die Steuerung der Lautsprecher gelingt direkt über den Hotkey Puck. Per Tastendruck lassen sich verschiedene Audio-Profile wie „Studio“, „Stimme“ oder „Musik“ auswählen. Im Test mussten wir zunächst die kostenlose Software „Display Pilot 2” installieren, die für MacOS, Windows und Linux erhältlich ist, um die Audioausgabe vom MacBook auf den Monitor umzuleiten. Danach funktionierte dies problemlos und zuverlässig.

Unterm Strich erweist sich der BenQ PV3200U im Praxiseinsatz als durchdachtes Werkzeug für kreative Anwender. Die Kombination aus einfacher Einrichtung, sinnvoller Ausstattung und intuitiver Bedienung ermöglicht es, sich schnell auf das Wesentliche zu konzentrieren: die eigene Bild- und Videobearbeitung.

+ Leicht einzurichten, integrierte Lautsprecher, intuitive Bedienung, kompatibel mit MacBook-Displays, Ladefunktion über USB-C, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Die integrierten Lautsprecher können keine hochwertigen HiFi-Lautsprecher ersetzen, ermöglichen aber eine gute Soundkontrolle im Videoschnitt

Fazit

Der BenQ PV3200U überzeugt als großer 4K-Monitor für ambitionierte Foto- und Videografen mit breiter Farbraumabdeckung, eingebauten Lautsprechern, intuitiver Bedienung und praxisnaher Ausstattung. Auch das gute Preis-Leistungs-Verhältnis ist stimmig.