Erstellt von FOTO HITS-Redaktion
| Kategorien:  Literatur 

Absurd und berührend

Sandra Ratkovic: „Moskau Moskow Mockba“

Mit „Moskau Moskow Mockba“ ist im Verlag Hatje Cantz ein Bildband der Fotografin Sandra Ratkovic erschienen, der das Leben in der russischen Hauptstadt dokumentiert. Entstanden ist ein Alltagsporträt zwischen Militärkult und Pop-Patriotismus, das von einem Essay des Schriftstellers Wladimir Kaminer begleitet wird.

Die Bilder der 1980 in Frankfurt am Main geborenen Fotografin haben ihren Ursprung in Deutschland. Ratkovic hatte in früheren aufnahmen bereits verlassene Militärflughäfen, Kasernen und andere Überreste des vergangenen Sowjetregimes in der deutschen Hauptstadt sowie im Berliner Umland fotografiert.

Wandgemälde mit Kosmonauten, Raketen und Lenin-Porträts, die sie in diesen Gebäuden entdeckte, schürten ihre Neugier auf Russland und die russische Kultur der Gegenwart: Sie wollte herauszufinden, ob sich diese Reste sowjetischer Ästhetik auch im Moskau von heute finden ließen. 2015 reiste sie zum ersten Mal in die russische Hauptstadt und brachte einen absurden, bunten, irritierenden und berührenden Bilderzyklus mit: Tragikomische Farbfotografien spiegeln eine Metropole, in der orthodoxen Kirchen und graue Plattenbauten den Insignien der Globalisierung gegenüberstehen und das omnipräsente Militär sowie der allgegenwärtige Putin-Kult auf Kitsch und Folklore treffen.

Die nächsten Book-Signing-Veranstaltungen sind am 12. April 2017 ab 20 Uhr bei Babette, Karl-Marx-Allee 36, 10178 Berlin und am 6. Mai 2017 bei Fata Morgana, ab 20 Uhr, Torstraße 170, 10115 Berlin


Sandra Ratkovic: Moskau Moscow Mockba; Text Wladimir Kaminer
Deutsch, Englisch, Russisch, Hatje Cantz 2017; 96 Seiten, 58 Abbildungen
21,00 x 28,00 cm; ISBN 978-3-7757-4256-6; Preis: 29,80 Euro


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