Ausstellung: Reportage-Fotografie
Anja Niedringhaus – An vorderster Front
Die Fotografin Anja Niedringhaus berichtet jahrelang aus Krisenregionen der Erde, wobei sie in der Medienwelt hohes Ansehen erwarb. Dies lag neben ihrer Integrität an ihren einfühlsamen Bildern, die sie in Afghanistan, Irak oder dem Balkan aufnahm. Zwar war sie oft an vorderster Front, doch zeigte sie auch die Geschichten, die dahinter erzählenswert waren, etwa von Flucht und anderen Leiden der Bevölkerung.
Aufklärung ist ihr ein zentrales Anliegen, das sich in dem immer wieder zitierten Motto ihres Handelns „Wenn ich es nicht fotografiere, wird es nicht bekannt“ widerspiegelt. Neben kämpferischen Auseinandersetzungen dokumentiert sie parallel dazu die Lebensfreude etwa von Kindern oder das Modebewusstsein der afghanischen Frauen.
Weniger bekannt, doch nicht weniger herausragend sind ihre Fotografien im Bereich des Sports. Vor allem Leichtathletik und Tennis gehören zu ihren bevorzugten Disziplinen. So dokumentiert sie Weltmeisterschaften und Olympische Spiele und ist fast zwanzig Jahre lang in Wimbledon vor Ort mit dabei. Ein weiterer Bereich präsentiert Anja Niedringhaus als große Porträtistin.
Am 4. April 2014 fiel Niedringhaus einem Attentat zum Opfer, als sie im Auftrag der amerikanischen Associated Press (AP) als Wahlberichterstatterin in Afghanistan unterwegs war.
Das vielschichtige Werk der Fotografin präsentiert eine Ausstellung der Ludwiggalerie Schloss Oberhausen. Zu sehen sind über 250 Aufnahmen, die persönliche Gegenstände wie ihr Blauhelm oder ihre Schutzweste ergänzt.
- Ludwiggalerie Schloss Oberhausen
- 10. Mai bis 13. September 2026