Erstellt von FOTO HITS-Redaktion
| Kategorien:  Kameras  

Canon EOS 90D

32-Megapixel-APS-C

Canon führt seine APS-C-Spiegelreflexkameras weiter und verschafft ihnen in Form der neuen EOS 90D auch teilweise die Vorteile der spiegellosen Systeme. Damit kombiniert die neue Kamera erfolgreich SLR- und DSLM-Technik. Ihr Herzstück ist ein brandneuer Bildsensor im APS-C-Format, der eine Auflösung von 32,5 Megapixel liefert und von einem DIGIC-8-Bildprozessor unterstützt wird. Der Lichtempfindlichkeitsbereich liegt zwischen ISO 100 und ISO 25.600; er ist zusätzlich auf ISO 51.200 erweiterbar. Trotz der auf Basis der 32,5 Megapixel stark erhöhten Pixeldichte und damit kleineren Fläche pro Bildpunkt verspricht Canon ein ähnliches Rauschverhalten wie bei der bisherigen EOS 80D.

Der Sensor bietet das von Canon bekannte Dual-Pixel-Autofokus-System für schnelle Scharfstellung bei Videoaufnahmen oder im Livebild-Modus mit Bildansicht auf dem dreh- und klappbaren LCD.

Das AF-System deckt 5.481 wählbare Positionen ab, beherrscht einen beschleunigten Augen-AF-Modus und vieles mehr, was man sonst nur von spiegellosen Kameras kennt. Das „normale“ Autofokussystem bei Einsatz des Spiegelreflexsuchers nutzt 45 Kreuz-AF-Sensoren mit Lichtempfindlichkeit von 1:5,6, 27 AF-Felder arbeiten auch bis 1:8. Die Leistung dieses AF-Systems ist daher speziell bei wenig Licht hervorragend und unterstützt somit auch dann die schnellen Serienbildmodi. Bei Verwendung des SLR-Suchers sind bis zu zehn Aufnahmen pro Sekunde möglich, mit elektronischem Sucher sind es elf Bilder pro Sekunde. Der Zwischenspeicher reicht dabei aus, um 54 JPEG-Bilder, 23 Raw-Aufnahmen oder 36 Bilder im komprimierten C-Raw-Modus pro Serienfolge aufzuzeichnen. Gesichert wird alles auf schnellen SD-Speicherkarten, die den UHS-II-Standard unterstützen.

Erstmals für eine SLR bietet die Canon EOS 90D auch einen elektronischen Verschluss, sodass Belichtungszeiten von nur 1/16.000 Sekunden realisierbar sind (und unter Verwendung des elektronischen Suchersystems). Der mechanische Verschluss erreicht erst bei 1/8.000 Sekunde seine Maximalgrenze.

Auch ihre Bedienung wurde teilweise geändert. Sie verfügt nun über einen praktischen Joystick an der Rückseite, um einfacher und schneller gesteuert werden zu können.

Ebenfalls neu für eine Canon-Spiegelreflexkamera: Sie nimmt ihre 4K-Videos jetzt ohne Crop-Faktor, also Beschnitt der Aufnahmefläche und mit 30 Bildern pro Sekunde auf. Zeitlupensequenzen sind bei Full-HD-Aufnahme mit bis zu 120 Bildern pro Sekunde möglich. Auch eine „Clean“-Ausgabe ohne Einblendung von Aufnahmeinformationen ist auf einem externen und per HDMI angeschlossenen Videorekorder möglich.

Die Canon EOS 90D kommt im September 2019 für eine unverbindliche Preisempfehlung von 1.299 Euro auf den Markt. Sie wird auch im Paket mit Kit-Objektiven angeboten.


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