Erstellt von FOTO HITS-Redaktion
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Den Stil des Pictorialismus lernen

Malerische Fotos

Am Sonntag, den 9. Februar, lohnt es sich für Fotografen, den Fernseher einzuschalten. Die Serie "Photo" des Senders arte bringt um 12 Uhr eine neue Folge. Sie behandelt den Stil des "Pictorialismus" aus den Anfängen der Lichtbildkunst. Dieser wollte die Fotografie von ihrem "Geburtsfehler" - der objektiven und mechanischen Genauigkeit - befreien und strebte nach der für die Malerei typischen Subjektivität, nach weichen Konturen und "künstlerischer Unschärfe". Passend zur Zeit zeigten die Ergebnisse etwa edle Ritter, hingegossene Nymphen und andere mythische Sujets.

So rückwärtsgewandt der Pictorialismus thematisch und ästhetisch war, so gewagt ging er formal vor. Er entwickelte fotografische Methoden - Weichzeichnung, Spezialobjektive, zeichnerische, grafische oder malerische Nachbearbeitung der Abzüge - die auch fortschrittliche zeitgenössische Fotografen anwenden.

Getragen wurde diese gegenläufige Avantgarde von großen Künstlern wie Robert Demachy, Alvin Langdon Coburn, Frank Eugene, Edward Steichen und Alfred Stieglitz.

 

Bild: Frank Eugene Smith (19. September 1865 bis 16. Dezember 1936): Nu au bord de l'eau - Nackt am Wasser

 


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